American History X (Keine Filmkritik im klassischen Sinne)
Ein Film – wenn nicht der Film -, der mich nachhaltig zum Nachdenken bewegt hat.
Derek Vinyard (Edward Norton), eines von drei Kindern, driftet in die amerikanische Neonaziszene ab. Bereits in seinen Teenagerjahren wird er mit der rassistischen Grundhaltung seines Vaters – einem Feuerwehrmann - konfrontiert. Er erzählt ihm beim Essen, dass sie mit ihrem schwarzen Lehrer Sweeney Literatur eines schwarzen Autors durchnehmen. Der Vater reagiert überrascht, fragt so gleich nach und stellt provokante Thesen auf. Niemand widerspricht ihm, während er davon spricht, dass „schwarze Literatur nun weiße“ ersetzten soll. Dann wirft er die Geschichte in den Raum, dass zwei seiner weißen Kollegen aus dem Dienst geschieden seien und dafür zwei Schwarze eingestellt wurden. Er führt dies auf die Bevorzugung „von Minderheiten“ zurück. Hier wird die Haltung seines Vaters deutlich, die geprägt ist von Hass gegen optisch nicht seinem Bild eines Amerikaners entsprechende Personen. Niemand wagt zu widersprechen. Er scheint eine Autorität zu sein.
In einem kurzen Zeitraum danach (das lässt der Film schwer einordnen) stirbt sein Vater bei einem Feuerwehreinsatz, durch die Kugel eines Schwarzen. Das lässt den Hass in Derek hoch kochen. In einem TV-Interview nach dem Vorfall stellt er die Rassenfrage. Arbeitslosigkeit, Krankheiten – er glaubt einen Schuldigen ausgemacht zu haben. Er spricht von „Parasiten“ und auf Nachfrage wenn er denn meine, kommt die Antwort „Schwarze, Braune, Gelbe, was sie wollen.“ Er vertritt die Meinung, dass sämtliche Probleme auf die Rassenfrage zurückgehen würden, wie oben von mir beschrieben. Er vertritt die Meinung, dass „die Minderheiten dieses Land ausbeuten wollen. Sie interessieren sich nicht für dieses Land.“ Derek schließt sich den ortsansässigen Neonazis an und lernt dorrt Cameron Alexander kennen, ein großes Tier in der Szene. Ein Schlipsträger, der Neonazifilme und rassistische Literatur vertreibt. Er instrumentalisiert Derek für seine Zwecke, für seinen Hass, und macht aus dem unauffälligen, normalen, Jungen einen brutalen Schläger, der immer radikaler wird. Alexander, managet darüber hinaus Rechtsradikale Bands und schrieb Hasstexte. Er nutzte die Unzufriedenheit Dereks und schickte ihn auf die Straße zu anderen Rechtsgesinnten, um sie auf seine Seite zu ziehen. Und seine Rechnung geht auf: Derek schafft es in kurzer Zeit viele Frustrierte um sich zu scharen. Er überfällt Asia-Märkte, spielt um die Vorherrschaft von Schwarzen oder Weißen auf dem Basketballfeld. Alexander stachelt ihn an und trichterte ihm seine Ansichten ein. Derek ist ein angesehener in der Neonazi-Szene.
Der neue Freund seiner Mutter ist ihm nicht geheuer, er vertritt differenzierte Ansichten und scheint jüdischer Abstammung zu sein, zumindest wenn man den Beleidigungen zuhört, die er dem Mann hinterher ruft, als dieser das Haus verlässt, nach dem am Ende einer Diskussion Derek sogar auf seine Schwester losgegangen ist und Gewalt angewandt hat. Der nun Ex-Freund seiner Mutter dreht sich noch einmal zu Derek um und dieser zieht sein Oberhemd runter, so, dass das Hakenkreuz auf seiner linken Brust zum Vorschein kommt und ruft „Siehst du das?! Das bedeutet „Nicht erwünscht!““ Auch seine Familie leidet unter Derek nun merklich, da auch seine Kumpels aus der Szene (besonders ein Gewichtiger) öfters im Haus verkehren. Nicht nur seine Brust ist mit Symbolen des Nationalismus tätowiert, auch die Arme und der Rücken zeigen entsprechende Zeichen. Auch seine Freundin ist eine in der Szene Bekannte, auch sie verkehrt im Haus der Vinyards. An Derek war praktisch nicht mehr heranzukommen, auch Sweeney versuchte es, aber er scheiterte. Derek war nun eines der prominenten Gesichter. Man kannte ihn. Vor allem aber kannte man seine Methoden und die waren von Brutalität nur so gekennzeichnet.
Auch auf seinen kleinen Bruder färben sein Verhalten und seine Anschauung merkbar ab. Er wendet sich ebenfalls von der Familie ab ins Neonazi-Milieu. Sein Zimmer ist mit Symbolen und Hitler-/ Wehrmachtsbildern, sowie SS-Runen, zugekleistert. Auch Abzeichen und Armbinden, die vermutlich aus der Zeit der Regentschaft Adolf Hitlers stammen, sind in dem Zimmer aufzufinden.
Eines Tages versuchen drei Afroamerikaner Dereks Wagen zu klauen.
Während er mit seiner Freundin schläft, nimmt sein kleiner Bruder das Klirren des Fahrerfensters wahr und benachrichtigt seinen großen Bruder. Dieser zieht nur Schuhe und Unterwäsche an, schiebt ein Magazin in seine Pistole und stürzt der Treppe herunter, um dann leise an die Tür zu treten, die Lage auszuspähen und den schmierestehenden Zweiten auf der Türschwelle mit mind. 5 Schüssen niederzustrecken. Auch der andere, der sich an seinem Auto zu schaffen machte wurde, während er flüchten wollte angeschossen. Der Dritte im Bunde konnte im Auto, mit welchem die drei Angekommen waren, flüchten. Derek feuerte das gesamte Magazin auf den wegfahrenden Wagen ab. Einer der beiden (der sich an seinem Auto zu schaffen machte) lebte noch. Er kannte ihn vom Basketballplatz. Derek bedrohte ihn und zwang ihn sich vor den Bordstein hinzulegen und den Mund aufzumachen, um dann direkt auf den Stein zu beißen. Dann trat er zu. Danach traf die Polizei ein…
Er wurde auf Grund dessen, das sein kleiner Bruder nicht gegen ihn aussagte zu 3 Jahren und ein paar Monaten verurteilt – wegen Totschlags-
Im Vollzug macht Derek eine Wandlung durch, die ihm „draußen“ verwehrt geblieben wäre.
Er macht Bekanntschaft mit einem schwarzen Mithäftling, den er anfänglich ignoriert, später aber genauer kennen lernt. Bevor das geschieht versuchte er sich einer Gruppe Neonazis anzuschließen, um vor den anderen in Sicherheit zu sein. Irgendwann beobachtet er, wie einer aus der Gruppe bei einem Mexikaner auf dem Hof Stoff kauft und wendet sich ab. Er möchte mit der Gruppe nichts mehr zu tun haben und wird von ihnen später in der Dusche vergewaltigt. Inzwischen versteht er sich mit seinem Mitgefangenen sehr gut, beide quatschen über Football und über das Leben. Er entspricht nicht Dereks Vorstellungen von einem Afroamerikaner. Es ist wohl ein Knackpunkt im gesamten Film. Sweeney besucht ihn nach dem Dusch-Vorfall und gibt ihm Ratschläge und Literatur. Derek hat große Angst von den schwarzen Häftlingen nun ran genommen zu werden. Er hofft, dass es schnell ginge, wenn es dann soweit ist. Doch dieser Moment – er kommt nicht. Die restlichen Monate passierte nichts mehr. Derek zweifelt an seiner Weltanschauung. Die vielen Unterhaltungen mit seinem inzwischen so eine Art Freund, Sweeneys Besuche. Er beschließt Schluss zu machen, auszusteigen. Im Vollzug hat er eine andere Welt kennen gelernt. Es wurde ihm klar, dass es völlig hirnrissig ist für die eigenen Probleme andere verantwortlich zu machen und jedes Mal sauer zu sein. Er ist geläutert, denn er hat registriert, dass seine Vorurteile über Andersaussehende völlig haltlos sind.
Es ist unglaublich zu sehen, wie er versucht seinen kleinen Bruder zu retten, vor den Fängen der Szene, der selbst angehörte.
Die Geschichte im Film beginnt damit, dass sein Bruder am Tag seiner Entlassung aus dem Gefängnis diesen Aufsatz „My mein Kampf“ abgibt. Sweeney stellt ihn vor die Wahl: Entweder Schlulverweis, endgültig oder einen Aufsatz – über seinen großen Bruder. Er soll ihn „American History X“ nennen. Und darüber erfährt man dann die gesamte Geschichte als Rückblende. Am Ende des Films wird er von einem schwarzen Mitschüler erschossen, noch bevor er den Aufsatz abgeben konnte, an dessen Ende er beschloss, dass die Haltung, die er von seinem Bruder übernommen hatte, nicht die korrekte sei.
Wahrlich, nicht jeder überzeugte Neonazi lässt sich mit einem Knastaufenthalt umkrempeln. Es muss die grundsätzliche Bereitschaft da sein, sich zu öffnen. Wenn es von der Seite betrachtet – eine andere Möglichkeit hat man hinter Gittern fast gar nicht. Die Abschottung von der Außenwelt, die Bekanntschaft mit dem dunkelhäutigen Mitgefangenen, die ihn an seiner Position zweifeln lässt. Die Hilfe seines Lehrers Sweeney, der ebenfalls helfend für ihn da war und vielleicht auch die Erinnerungen an früher, als er begeistert war von ihm. Bis zu dem Gespräch mit seinem Vater am Tisch, als sein Vater Sweeney als „Nigger“ bezeichnete. Es muss alles an ihm vorbeigerast sein. Diese Szenen, in denen er wahllos Gewalt angewendet hat und womöglich war im gar nicht mehr klar wofür er das alles getan hatte. In knapp über 3 Jahren bricht all das zusammen, was Derek gefangen hielt. Der Kontakt zum Hardliner Alexander brach ab, er konnte sich endlich selbst ein Bild machen. Und das stimmte mit dem, was ihm vor der Haft vermittelt wurde nicht im Geringsten überein. Doch Derek sorgt sich um seinen kleinen Bruder. Er kann ihm nicht mehr helfen.
Eines kristallisiert sich in der Analyse des Films klar heraus: Ohne den Gefängnisaufenthalt wäre Derek verloren gewesen. Am Tag seiner Entlassung trifft er seinen Freund vom Wäschedienst wieder. Derek möchte sich sogar beim ihm bedanken, denn er geht davon aus, dass er ihn vor Übergriffen der Schwarzen während der Haftzeit geschützt hat, in der er nicht mehr dem Support der Neonazi-Clique hatte. Denn sein Hakenkreuz und die anderen Symbole waren klar sichtbar. Noch am selben Tag besucht er seine Familie und die traut ihren Augen nicht. Ein ganz anderer Derek steht da vor ihnen. Er geht Duschen und während er sich abtrocknet, bedeckt er mit der Hand das Hakenkreuz auf seiner Brust – Pause. Er hat abgeschlossen mit der Vergangenheit…will nicht mehr der prügelnde, immer frustrierte Neonazi sein. Einfach nur Derek.
In der Szene hatte er den Status eines Helden, nach dem er entlassen wurde. Doch das war ihm völlig egal, er wollte nur alles in Bewegung setzten, um seinen Bruder aus der Schusslinie und vor allem aus dem Milieu loszulösen…
Politisch, sportlich, bissig, weltoffen, hartnäckig und obendrein auch noch unabhängig.
Montag, 17. November 2008
Mittwoch, 22. Oktober 2008
Mc Fit – die Fitnesshalle für alle ?
Kritiken über diese Kette, die größte in Deutschland, die 100 Studios deutschlandweit betreibt, gibt es zu genüge. Doch wie objektiv und berechtigt sind diese? Oft ist von mangelndem Service und von Horden mit Migrationshintergrund die Rede, die einen entsprechend fixieren würden, mit dem klaren Ziel auf Streit aus zu sein. Es handelt sich hierbei nur um einen Auszug der Punkte, die als negativ gelten, was ich so auch überhaupt nicht in Frage stellen möchte. Was ich allerdings anzweifle ist, dass die Verfasser solcher Kritiken sich wirklich mehr als ein Studio zu Gemüte geführt haben – mehr als ein Mc Fit (!) Studio. Hier möchte ich den Hebel ansetzten. Ich möchte eine nach Möglichkeit objektive Kritik anbringen, die ausgewogen und fair gegenüber dem Unternehmen geschrieben ist. Denn alles in Grund und Boden reden, das ist einfach. Alle Bereiche sollen mit einbezogen werden: Trainer, Hygiene, Geräte, Größe der Räume bzw. des Studios, Umfeld und Besucher / Mitglieder.
Zu nächst möchte ich darauf hinweisen, dass ich seit einem Jahr Mitglied bei Mc Fit bin. Aufmerksam geworden auf diese Studios bin ich durch einen Freund, der bei mir (natürlich) mit dem Preis wuchern konnte. Und hier liegt ein ganz entscheidender Effekt, den sich Mc Fit zu Nutze macht. Der monatlich zu entrichtende Mitgliedsbeitrag wurde zwar in den letzten 3 Jahren von 15,90 € auf der 16,90 € erhöht, was aber nicht weiter relevant ins Gewicht fällt. Ein auffallend geringer Beitrag, doch nicht nur das. Darüber hinaus bestehen Öffnungszeiten, die praktisch für jeden Typ ein passendes Zeitfenster offen halten: Rund um die Uhr. Selbst an Feiertragen kann man, wenn man möchte, dem Training nachgehen. Sicher kann man in diesem Punkt darüber streiten wie sinnig es ist so ein Studio noch um 2 Uhr Nachts offen zu halten, zu mal sich um diese Zeit nur noch eine Nachwache im Studio befindet. Der Gerätepark erstreckt sich zufrieden stellend, jedoch nicht perfekt. In den Stoßzeiten können Wartezeiten entstehen, die sich in den drei Studios, die ich bisher besuchte, im Rahmen hielten. Der humane Preis wird vor allem dadurch realisiert, dass an Personal drastisch gespart wird. Es gibt eine Service-Kraft und zwei Trainer. So zumindest ist die Bestückung in den Studios, die mir bekannt sind. Die Konsequenz ist, dass die Trainer wenig Zeit für die Einweisung an den Geräten haben. Ein Minus, vor allem für Neulinge und Personen, die Kursangebote oder Saunen in Anspruch nehmen möchte. Diese Bereich sind komplett ausgespart – es geht ums Trainieren, nur darum. Was mir besonders negativ aufgestoßen ist, dass die Trainer oft an (zum Großteil) Jugendlichen vorbei laufen, die die Geräte fehlerhaft nutzen, ohne sie dabei wenigstens auf die korrekte Anwendung hinzuweisen. Dem Preis als Argument fehlt hier jegliche Basis. Wenn Trainer da sind und registrieren, dass eine falsche Handhabung vorliegt, dann müssen sie zumindest reagieren. Die Hinweistafeln alleine, die neben jedem Gerät eingelassen sind reichen oft nicht aus. Legt man also wert auf die vielen Extras und eine umfassende Betreuung sowie eventuell einen lockeren Cocktail nach dem Training, so ist Mc Fit sicher die falsche Adresse. Dort geht es alleine ums Trainieren, ohne jeden Schnickschnack. Im meinem „Stammstudio“ stimmt darüber hinaus glücklicher Weise auch die Hygiene, so viel darf ich schon mal guten Gewissens sagen. Auch die WC’s sind nutzbar, ohne dass einem übel wird oder man Ausschlag bekommt. Diesen Zustand kann man nicht allen Studios bescheinigen. Hier gibt es deutliche Differenzen zu verzeichnen. Auch das Klientel, welches sich in den Studios bewegt weist regional wesentliche Unterschiede auf. Pauschalisieren lässt sich da nichts, das Einzige, was ich feststellen konnte war, dass ich durchaus nette Gespräche führen und auch in Ruhe trainieren konnte. Dass der Preis so ziemlich alle Schichten anzieht versteht sich von selbst. Ärger habe ich nie miterlebt. Allerdings gehe ich fest davon aus, dass es Studios gibt, die man besser nicht betreten sollte, wenn man kein dickes Fell hat. Auch das Thema „Trainer“ sollte noch mal angeschnitten werden. Auch hier bestehen zuweilen himmelweite Unterschiede. Sind die Trainer in dem einen Studio nur mit dem Auf- und Abgehen beschäftigt und werfen einem ab und zu einen Blick zu, so sind sie in dem anderen äußerst aufmerksam und reagieren sofort, wenn sie mitbekommen, dass ein Gerät falsch gehandhabt wird. Ein nicht zu vernachlässigender Faktor, denn falsches „Handling“ kann zu Verletzungen und langfristigen Schäden führen. Der Muskelnavigator, eine große dreiflächige Tafel, die meist zentral steht, soll auch ein Stück das Personal ersetzten. Hier wird mittels Bildern erläutert wo man welche Muskelgruppen trainieren kann. Man versucht also den kalkulierten Personalmangel durch Hinweistafeln auszugleichen.
Für mich persönlich ist das Konzept ideal. Allerdings auch aus dem Grund, dass ich mein eigens Programm habe und es bei jedem Besuch nahezu analog zum letzten Besuch abspule. Kurse z. B. würde ich nur selten bis gar nicht nutzten und ein Saunaangebot ist für mich ebenso uninteressant. Für solche Möglichkeiten nutzte ich lieber Thermen, in denen ich mich dann zu 100 % entspanne und von Sport nichts wisse möchte. Die Öffnungszeiten und der Preis – zwei schlagende Argumente, die nur schwer zu wegzudiskutieren sind. In den kleineren Studios, in denen ich zuvor war (von der Schule aus angemeldet) bieten im Vergleich sehr eingeschränkte Öffnungszeiten. Am meisten ein Dorn im Auge ist mir, dass man in einem dort z. B. vor 9 Uhr nicht trainieren konnte. Bei der geografischen Platzierung der Studios haben sich die McFit-Macher etwas Raffiniertes ausgedacht. Schließlich geht es bei dem Monatsbeitrag vor allem um die Masse der Mitglieder. Irgendwo muss so ein Studio ja auch etwas abwerfen. Und aus diesem Grund sind Mc Fit Studios vor allem in Ballungszentren wie dem Ruhrgebiet und Berlin präsent. Und wir sprechen hier nicht von vier oder fünf Studios. 14 Studios alleine in Berlin und 34 in Nordrein Westfalen betrieb die Mc Fit Fitness GmbH. Deutschlandweit hat Mc Fit (wie anfangs schon erwähnt, 100 Studios in Betrieb. Inzwischen hat Mc Fit in 15 von 16 Bundesländern Studios eröffnet. Nur in Brandenburg gibt es noch kein einziges, was sich jedoch ändern soll. Auffallend die Dichte dort, wo die Bevölkerung die entsprechende Dichte hat.
Resümierend bleibt anzumerken, dass der Zustand des Studios sicherlich von der Lage und dem Klientel abhängig.
Für jemanden, der noch unerfahren ist und vor allem auf Betreuung wert legt, ist bei McFit sicherlich fehl am Platz. Für alle anderen, die Trainern möchten und alleine dieses Erlebnis kostengünstig genießen wollen, sind genau richtig, bei dieser Studiokette.
Zu nächst möchte ich darauf hinweisen, dass ich seit einem Jahr Mitglied bei Mc Fit bin. Aufmerksam geworden auf diese Studios bin ich durch einen Freund, der bei mir (natürlich) mit dem Preis wuchern konnte. Und hier liegt ein ganz entscheidender Effekt, den sich Mc Fit zu Nutze macht. Der monatlich zu entrichtende Mitgliedsbeitrag wurde zwar in den letzten 3 Jahren von 15,90 € auf der 16,90 € erhöht, was aber nicht weiter relevant ins Gewicht fällt. Ein auffallend geringer Beitrag, doch nicht nur das. Darüber hinaus bestehen Öffnungszeiten, die praktisch für jeden Typ ein passendes Zeitfenster offen halten: Rund um die Uhr. Selbst an Feiertragen kann man, wenn man möchte, dem Training nachgehen. Sicher kann man in diesem Punkt darüber streiten wie sinnig es ist so ein Studio noch um 2 Uhr Nachts offen zu halten, zu mal sich um diese Zeit nur noch eine Nachwache im Studio befindet. Der Gerätepark erstreckt sich zufrieden stellend, jedoch nicht perfekt. In den Stoßzeiten können Wartezeiten entstehen, die sich in den drei Studios, die ich bisher besuchte, im Rahmen hielten. Der humane Preis wird vor allem dadurch realisiert, dass an Personal drastisch gespart wird. Es gibt eine Service-Kraft und zwei Trainer. So zumindest ist die Bestückung in den Studios, die mir bekannt sind. Die Konsequenz ist, dass die Trainer wenig Zeit für die Einweisung an den Geräten haben. Ein Minus, vor allem für Neulinge und Personen, die Kursangebote oder Saunen in Anspruch nehmen möchte. Diese Bereich sind komplett ausgespart – es geht ums Trainieren, nur darum. Was mir besonders negativ aufgestoßen ist, dass die Trainer oft an (zum Großteil) Jugendlichen vorbei laufen, die die Geräte fehlerhaft nutzen, ohne sie dabei wenigstens auf die korrekte Anwendung hinzuweisen. Dem Preis als Argument fehlt hier jegliche Basis. Wenn Trainer da sind und registrieren, dass eine falsche Handhabung vorliegt, dann müssen sie zumindest reagieren. Die Hinweistafeln alleine, die neben jedem Gerät eingelassen sind reichen oft nicht aus. Legt man also wert auf die vielen Extras und eine umfassende Betreuung sowie eventuell einen lockeren Cocktail nach dem Training, so ist Mc Fit sicher die falsche Adresse. Dort geht es alleine ums Trainieren, ohne jeden Schnickschnack. Im meinem „Stammstudio“ stimmt darüber hinaus glücklicher Weise auch die Hygiene, so viel darf ich schon mal guten Gewissens sagen. Auch die WC’s sind nutzbar, ohne dass einem übel wird oder man Ausschlag bekommt. Diesen Zustand kann man nicht allen Studios bescheinigen. Hier gibt es deutliche Differenzen zu verzeichnen. Auch das Klientel, welches sich in den Studios bewegt weist regional wesentliche Unterschiede auf. Pauschalisieren lässt sich da nichts, das Einzige, was ich feststellen konnte war, dass ich durchaus nette Gespräche führen und auch in Ruhe trainieren konnte. Dass der Preis so ziemlich alle Schichten anzieht versteht sich von selbst. Ärger habe ich nie miterlebt. Allerdings gehe ich fest davon aus, dass es Studios gibt, die man besser nicht betreten sollte, wenn man kein dickes Fell hat. Auch das Thema „Trainer“ sollte noch mal angeschnitten werden. Auch hier bestehen zuweilen himmelweite Unterschiede. Sind die Trainer in dem einen Studio nur mit dem Auf- und Abgehen beschäftigt und werfen einem ab und zu einen Blick zu, so sind sie in dem anderen äußerst aufmerksam und reagieren sofort, wenn sie mitbekommen, dass ein Gerät falsch gehandhabt wird. Ein nicht zu vernachlässigender Faktor, denn falsches „Handling“ kann zu Verletzungen und langfristigen Schäden führen. Der Muskelnavigator, eine große dreiflächige Tafel, die meist zentral steht, soll auch ein Stück das Personal ersetzten. Hier wird mittels Bildern erläutert wo man welche Muskelgruppen trainieren kann. Man versucht also den kalkulierten Personalmangel durch Hinweistafeln auszugleichen.
Für mich persönlich ist das Konzept ideal. Allerdings auch aus dem Grund, dass ich mein eigens Programm habe und es bei jedem Besuch nahezu analog zum letzten Besuch abspule. Kurse z. B. würde ich nur selten bis gar nicht nutzten und ein Saunaangebot ist für mich ebenso uninteressant. Für solche Möglichkeiten nutzte ich lieber Thermen, in denen ich mich dann zu 100 % entspanne und von Sport nichts wisse möchte. Die Öffnungszeiten und der Preis – zwei schlagende Argumente, die nur schwer zu wegzudiskutieren sind. In den kleineren Studios, in denen ich zuvor war (von der Schule aus angemeldet) bieten im Vergleich sehr eingeschränkte Öffnungszeiten. Am meisten ein Dorn im Auge ist mir, dass man in einem dort z. B. vor 9 Uhr nicht trainieren konnte. Bei der geografischen Platzierung der Studios haben sich die McFit-Macher etwas Raffiniertes ausgedacht. Schließlich geht es bei dem Monatsbeitrag vor allem um die Masse der Mitglieder. Irgendwo muss so ein Studio ja auch etwas abwerfen. Und aus diesem Grund sind Mc Fit Studios vor allem in Ballungszentren wie dem Ruhrgebiet und Berlin präsent. Und wir sprechen hier nicht von vier oder fünf Studios. 14 Studios alleine in Berlin und 34 in Nordrein Westfalen betrieb die Mc Fit Fitness GmbH. Deutschlandweit hat Mc Fit (wie anfangs schon erwähnt, 100 Studios in Betrieb. Inzwischen hat Mc Fit in 15 von 16 Bundesländern Studios eröffnet. Nur in Brandenburg gibt es noch kein einziges, was sich jedoch ändern soll. Auffallend die Dichte dort, wo die Bevölkerung die entsprechende Dichte hat.
Resümierend bleibt anzumerken, dass der Zustand des Studios sicherlich von der Lage und dem Klientel abhängig.
Für jemanden, der noch unerfahren ist und vor allem auf Betreuung wert legt, ist bei McFit sicherlich fehl am Platz. Für alle anderen, die Trainern möchten und alleine dieses Erlebnis kostengünstig genießen wollen, sind genau richtig, bei dieser Studiokette.
Dienstag, 7. Oktober 2008
Das gute alte Sparschwein
Man sollte es wieder in Betracht ziehen, wenn’s ums Sparen geht.
Oder wie soll man die Meldungen interpretieren, die seit Tagen durch die Zeitungen geistern? Nun, genau genommen wissen wir alle ja bescheid. Große Investitionsbanken in den USA sind wie Domino-Steine gefallen und mit ihnen auch das Kapital, welches in den Banken steckte. Es waren reine Investitionsbanken, die von anderen aufgekauft wurden, damit nicht alles zusammenbricht. Diese Institute liehen ihren Kunden Geld für den Immobilienkauf und bekamen dafür als Sicherheit das Grundstück bzw. die Immobilie – simpel ausgedrückt. Außerdem ging vor einer Woche eine weitere Bank Pleite – eine Art Sparkasse, im Vergleich mit dem Bankensystem hierzulande. Und damit begann die Hysterie. Was, wenn auch in Deutschland Banken ins Wanken geraten? Was mit den Spareinlagen? Die Bundesregierung reagierte jedenfalls und die Kanzlerin ließ verbreiten, dass die Spareinlagen in Deutschland bombensicher sein, da die Regierung dafür bürgt. Gewagt, da es sich dabei um viele, viele Milliarden Euro handelt. Der Grund für diese Aussage ist die Angst davor, dass die Leute irgendwann in die Banken rennen und die Schalter stürmen, um ihr Kapital abzuziehen. Selbstverständlich ein psychologischer Trick, um die Kunden ruhig zu stellen. Denn es wäre nicht absehbar was passieren würde, wenn auf einmal massenhaft Kapital aus dem Finanzmarkt gesaugt werden würde. Nun, es wäre schon absehbar, aber die Folgen schwerwiegend und vernichtend. Man würde wahrscheinlich wieder zu alten Zeiten zurückkehren und das Sparschwein. Das Geld würde zwar nicht mehr „arbeiten“, aber es wäre sicher. Zumindest das subjektive Gefühl wäre ein Positiveres. Die Sorge, um die Ersparnisse wäre dann getilgt. Das Vertrauen in die Banken schwindet im Moment von Tag zu Tag und mit jeder neuen Hiobsbotschaft.
Oder wie soll man die Meldungen interpretieren, die seit Tagen durch die Zeitungen geistern? Nun, genau genommen wissen wir alle ja bescheid. Große Investitionsbanken in den USA sind wie Domino-Steine gefallen und mit ihnen auch das Kapital, welches in den Banken steckte. Es waren reine Investitionsbanken, die von anderen aufgekauft wurden, damit nicht alles zusammenbricht. Diese Institute liehen ihren Kunden Geld für den Immobilienkauf und bekamen dafür als Sicherheit das Grundstück bzw. die Immobilie – simpel ausgedrückt. Außerdem ging vor einer Woche eine weitere Bank Pleite – eine Art Sparkasse, im Vergleich mit dem Bankensystem hierzulande. Und damit begann die Hysterie. Was, wenn auch in Deutschland Banken ins Wanken geraten? Was mit den Spareinlagen? Die Bundesregierung reagierte jedenfalls und die Kanzlerin ließ verbreiten, dass die Spareinlagen in Deutschland bombensicher sein, da die Regierung dafür bürgt. Gewagt, da es sich dabei um viele, viele Milliarden Euro handelt. Der Grund für diese Aussage ist die Angst davor, dass die Leute irgendwann in die Banken rennen und die Schalter stürmen, um ihr Kapital abzuziehen. Selbstverständlich ein psychologischer Trick, um die Kunden ruhig zu stellen. Denn es wäre nicht absehbar was passieren würde, wenn auf einmal massenhaft Kapital aus dem Finanzmarkt gesaugt werden würde. Nun, es wäre schon absehbar, aber die Folgen schwerwiegend und vernichtend. Man würde wahrscheinlich wieder zu alten Zeiten zurückkehren und das Sparschwein. Das Geld würde zwar nicht mehr „arbeiten“, aber es wäre sicher. Zumindest das subjektive Gefühl wäre ein Positiveres. Die Sorge, um die Ersparnisse wäre dann getilgt. Das Vertrauen in die Banken schwindet im Moment von Tag zu Tag und mit jeder neuen Hiobsbotschaft.
Samstag, 27. September 2008
Es gibt Grenzen
Anteilnahme ist geboten und auch gut zu heißen, wenn ein Mensch aus dem Leben scheidet. Aber alles in Maßen und durch den Bezug zu der Person geregeltem Umfang. Hier nun biege ich direkt auf das Thema zu. Am Montag dieser Woche wurde publik, dass der Tierpfleger Thomas Dörflein aus dem Berliner Zoo verstorben sei. Er wurde bekannt durch sein Engagement für den Eisbär Knut – eines von zwei Eisbärenbabys, die im Dezember 2006 im Berliner Zoo geboren wurden. Es handelte sich um die erste Geburt von Eisbären im Zoo seit 30 Jahren. Gut und schön. Dieser Fakt also ließ die Blicke der Medien nach Deutschland schnellen. Im März 2007 wird der kleine Eisbär zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt und mit ihm praktisch auch der vorher nicht weltbekannte Pfleger. Er wird als ruhiger Typ beschrieben und hat das selbst immer wieder bestätigt, in dem er zu Protokoll gab, dass ihm der Rummel, der in den folgenden Monaten um ihn und den Eisbär gemacht wurde, nicht geheuer war. Nach am Dienstag, einen Tag nach bekannt werden des Todes von Dörflein, waren die stadtbekannten Gazetten voll gekleistert mit Bildern von Dörflein zusammen mit „seinem“ Eisbären. In großen Lettern prangten Sätze wie „Knut ist jetzt Vollwaise“ über den Artikeln. Bei dieser Überschrift handelte es sich um einen Kommentar eines Zoo-Besuchers, über den man nur den Kopf schütteln kann. Trauern ist angebracht, wenn ich aber lesen muss, dass Frauen fast in Tränen ausbrechen, wenn sie das Eisbärengehege mustern, weil Herr Dörflein nicht zu sehen ist, dann grenzt das für mich ein psychische Störungen und sollte dringend behandelt werden. Das Ganze sehe ich in einem anderen Licht, sollte jemand Herrn Dörflein persönlich näher gestanden haben. Aber wenn wildfremde, die diese Person nur aus dem TV oder vom Eisbären-Besuch kennen dann auf einmal ein Denkmal fordern, weil der Pfleger ja so viel geleistet habe, dann muss eine Grenze gezogen werden. Dass Blumen niedergelegt werden ist nachvollziehbar. Man kann den Menschen nicht pauschal verbieten an solch einem Todesfall teil zu nehmen. Durch seinen hohen Bekanntheitsgrad dürfte den meisten aber auch nicht entgangen sein, dass Dörflein ein ehr zurückgezogener Mensch war. Er selbst bezeichnete sich als Einzelgänger, eben wie es auch die Eisbären seien. Auf Druck der Öffentlichkeit ließ der Zoo online ein Kondolenzbuch „auslegen“, in dem sich die, die Anteil nehmen wollten, verewigen konnten. Die Berliner Zeitung (nicht B.Z.) druckte einige dieser Statements ab und eines davon ist als „im Rahmen“ zu beurteilen. Da (so machte es auf mich den Eindruck) all die Verfasser den Mann nicht persönlich kannten, musste ich bei einigen Passagen schmunzeln. Vereinzelt fällt einem sicherlich auch die Kinnlade bis auf den Boden. Überhaupt musste man an diesem Dienstagmorgen den Blick in der S-Bahn nur ein bisschen schweifen lassen, um rundherum von Eisbären, samt Dörflein bedrängt zu werden. Der Tod von Herrn Dörflein ist tragisch – für die, die ihm nahe Standen, vor allem seine Familie. Diese hätten genügend Grund in Tränen auszubrechen. Dörflein verstarb mit 44 Jahren – Herzinfarkt. „Ich stehe immer noch unter Schock“, schrieb einer ins Kondolenzbuch, um sogleich klarzustellen, dass er den Pfleger nicht persönlich gekannt habe. Wie kann man dann unter Schock stehen? Ich möchte ehrlich bleiben. Ich stehe nicht unter Schock und ich breche weder in Tränen aus, noch erwarte ich ein Denkmal. Meine Hoffnung geht dahin, dass seine Familie und (wahren!!!) Freunde von ihm Abschied nehmen können. Der Personenkreis, der ihn wirklich gekannt hat. Nicht aus Printmedien, sondern aus dem richtigen Leben. Sie müssen diesen Verlust verarbeiten. Ihnen gilt es Kraft auszusprechen. Zu dem steht auch noch ein Denkmal für Dörflein im Raum. Und auch hier war wieder die Rede von einer übergroßen Bronze-Skulptur. Es scheint unmöglich zu sein diesem Menschen einfach z. B. eine kleine Gedenktafel zu widmen. Nein, es muss pompös und überdimensional sein. Der Rummel um Dörflein ist aktuell groß – keine Überraschung. Aber in einem Jahr wird sich das geändert haben – der Sturm wird sich gelegt haben. Wichtig ist sowieso, dass ein Mensch in den Köpfen seiner Mitmenschen / nahe stehenden Personen weiterleben wird. Und nicht, dass er in einer protzigen Statue von oben herab regiert. Vor allem nicht einer wie Dörflein, der nicht der Mann fürs Rampenlicht war…bescheiden.
Donnerstag, 28. August 2008
2 Wochen Mund halten und gute Laune verbreiten
Die olympischen Spiele in (und um) Peking haben am Sonntag in einer typischen Inszenierung ihr Ende gefunden.
Es war eine Abschlussfeier wie sie sich die Staatsoberen Parteibosse gewünscht hatten. Ein mächtiges Feuerwerk und eine Bühnenshow, die optisch bei vielen die Kinnladen herunterfallen ließen. Feierlich wurden die Spiele an diesem Abend im Pekinger Olympiastadion beendet. Doch zum Feiern darf niemandem zu mute sein, der wirklich etwas auf so was wie einen Rechtsstaat hält. Diese Spiele waren eine Farce, denn sie fanden in einem Staat statt, der Menschenrechte und Pressefreiheit mit Füßen tritt. China hat ein miserables Image und versuchte die Spiele für die eigenen Zwecke zu instrumentalisieren. Dazu passt auch die Gesetzesoffensive aus dem April 2006, wo u. a. Gesetzte erlassen wurden, die es für bestimme Personen verboten haben sich in der Hauptstadt Peking aufzuhalten. Zum Beispiel Menschen, die die Gegend verschandeln könnten, wenn man es mal in Worte kleiden möchte. Dazu zählen vor allem Obdachlose bzw. Bettler oder auch geistig behinderte Menschen. Außerdem wurden Benimmregeln verordnet, nicht etwa nur eine die Bevölkerung – nein, auch an die eigenen Sicherheitskräfte. Doch das sind Aspekte, die durch die Spiele selbst in den Vordergrund gespielt wurden. Seit Jahren ist bekannt, dass politischen Gegnern, die sich nicht regierungskonform verhalten, das Leben zur Hölle gemacht wird. So sollte man es sich in China zwei Mal überlegen, ob man in seinem Blog (Zeitung o. Ä.) regierungskritische Texte publiziert. Oft werden Haftstrafen verhängt und das nicht etwa in Verbindung mit einem Prozess. Viel zu zweitaufwendig. Es gibt erst gar keinen, die Menschen wandern sofort in Verwahrung. In einer Berichterstattung eines deutschen Senders wurde ein Interview mit einem China kritischen Journalisten geführt, der aus Angst einen geheimen Ort für das Treffen mit den deutschen Kollegen auswählte. Er saß bereits in Haft und um den Druck auf ihn noch zu erhöhen bedrängten fremde Männer seine Frau (beim Einkaufen oder zu anderen Terminen), schüchterten sie ein, wollten den Druck erhöhen. Es war die Regierung, die ihre Kampfhunde von der Leine gelassen hatte, um den Aufmüpfigen in die Knie zu zwingen. Medienkontrolle bedeutet auch, dass die Chinesen im Land selbst auch keinen Zugang zu objektiver Berichterstattung haben und daher oft, wenn sie auf die Problematik angesprochen werden, abblocken und versuchen dagegen zu argumentieren.
Aber selbst die Athleten können sich in solchen Fragen nicht neutral verhalten, das ist schlicht unmöglich, weil es doch nicht angehen kann, dass man vor Menschrechtsverletzungen die Augen verschließt. Ein Zeichen hätte gesetzt werden müssen, nur fehlte dafür eine klare Mehrheit. Es gab nur eine deutsche Athletin, die nicht komplett die Augen verschloss und die rosarote Brille auf die Nase hatte. Sie blieb der Eröffnungsfeier fern, weil sie „nicht Teil“ der Inszenierung sein wollte. Eine Ausnahme, die die Regel bestätigte. China versuchte sich zu profilieren, das freie Land zu suggerieren. Ein freies Land, was nicht existiert.
Bereits im Vorfeld der Spiele hatte China wiederholt für scharfe Kritik gesorgt, nach dem man Proteste für ein unabhängiges Tibet blutig niedergeschlagen hatte. Alles half nichts und schien die Oberen im Staatsapparat kalt zu lassen – scheinbar. Denn die Kritik beschränkte sich von staatlicher Seite auf die üblichen diplomatischen Phrasen. Mehr passierte in diesem Zusammenhang nicht. Es gab zwar Boykottüberlegungen von vielen Seiten (auch von Seiten bestimmter Sportler), aber letzten Endes knickte man ein, auch unter dem Druck des IOC. Denn das internationale olympische Komitee sah überhaupt nicht gerne, wenn ein Sportler der Meinung war sich nicht unterordnen zu müssen. Auch die Presseblockade im olympischen Medienzentrum schien das IOC nicht zu interessieren. Stattdessen wurde die Situation bagatellisiert und nur auf Druck vieler Journalisten (Verbände und tatsächlich auch anderer Nationen) lockerte China die (Ausgangs) Sperre für Informationen, die China kritisch sein könnten. Während der zwei Wochen, in der die Wettkämpfe stattfanden übertünchten sie, die Spiele, die Probleme und unangenehmen Tatsachen.
Jedoch fragt sich der geneigte Mensch, der das alles nicht einfach so kommentarlos hinnehmen will, wieso unter den Athleten jeder streng getreu der Richtlinien handelt und nicht etwa klar Stellung bezieht. Nun, Politik hat im Sport nichts zu suchen oder sollte nicht mit ihm vermengt werden. Korrekt, so würde wohl die Antwort vieler Athleten auf diese Frage lauten. Allerdings, genau das wird durch die Regierung in China betrieben. Die Machtverhältnisse sind in diesem Fall scheinbar klar Verteilt. Im längeren Hebel sitzt das Regime in Peking. Zu diesem Ungleichgewicht kommt die Tatsache, dass sich bei den Spielen nicht mehr alles nur auf den sportlichen Aspekt fokussiert, sondern auch auf wirtschaftliche Verbindungen. Es geht um Sponsoren, es geht um juristische Fragen, ob Verträge eingehalten werden können. Genau Zahlen möchte ich jetzt nicht in den Raum werfen, es geht hierbei schließlich ums Prinzip.
Auch der Fackellauf im Vorfeld der olympischen Sommerspiele geriet zur Lächerlichkeit. In Folge der Tibet-Politik der Volksrepublik China. Sie hatte Proteste in Tibet für eine Unabhängigkeit und die Rückkehr des Dalai Lama zu nächst zwar fortlaufen, aber nicht unkommentiert gelassen. Später arteten diese Proteste in Gewaltexzesse gegen ethnische Chinesen aus. Wieso? Aufgrund dessen, dass die Chinesen in den 50er Jahren Tibet gewaltsam annektiert hatten und seit dem vollständig kontrollieren. In Verzweiflung sich von diesen Fesseln zu befreien und die durch die Spiele gestiegene Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu nutzen arteten die Proteste aus. Man reagierte und sandte sofort Sicherheitskräfte in tibetisches Hochland, die dort alsbald „aufräumten“. China schlug den Aufstand blutig nieder. China wies sämtliche Personen an das Land unverzüglich zu verlassen, darunter Journalisten und andere Gruppen. In Folge dessen protestierten Mönche auf den Straßen. Auch diese Proteste wurden von chinesischen Kräften niedergeschlagen. Man wollte keinen Kontrollverlust riskieren, selbst vor dem Hintergrund, dass die ganze Welt nun auf diesen Konflikt schaute.
In Folge dessen gab es hartnäckige Proteste, die sich auch auf den Fackellauf konzentrierten und diesen immer wieder unterbrachen. Schärfere Sicherheitskontrollen und eine Aufstückung des Personals waren die Folge. Wie weit darf eine Nation zur Durchsetzung ihrer eigenen Interessen gehen? Befand sich das, was China u. A. in den Wochen vor den Spielen produzierte wirklich im Rahmen oder muss man das anders werten dürfen?
Wenn vor den Augen der Welt Menschenrechte verletzt werden und augenscheinlich niemand das beeinflussen kann, dann hätte man die Spiele nutzen sollen, die Bühne, die sich bot. Ein Zeichen an Peking wäre es gewesen. Eines, welches man nicht mehr hätte ignorieren können. Und es hätte mehr als nur einen symbolischen Charakter gehabt. Die Spiele wären gescheitert gewesen und im gleichen Atemzug auch die Politik dieser Regierung. Ein Nackenschlag für Hu Jintao (Staatspräsident) und die gesamte Bevölkerung, der letztere vielleicht etwas hätte sensibilisieren können.
Alles Theorie…die Spiele sind zu Ende und Herr Jacques Rogge (IOC-Präsident) bagatellisiert in der Öffentlichkeit weiterhin fröhlich vor sich hin, wie sich das für einen Mann in seiner Position gehört, der es sich natürlich nicht verscherzen möchte mit den chinesischen Freunden.
Es war eine Abschlussfeier wie sie sich die Staatsoberen Parteibosse gewünscht hatten. Ein mächtiges Feuerwerk und eine Bühnenshow, die optisch bei vielen die Kinnladen herunterfallen ließen. Feierlich wurden die Spiele an diesem Abend im Pekinger Olympiastadion beendet. Doch zum Feiern darf niemandem zu mute sein, der wirklich etwas auf so was wie einen Rechtsstaat hält. Diese Spiele waren eine Farce, denn sie fanden in einem Staat statt, der Menschenrechte und Pressefreiheit mit Füßen tritt. China hat ein miserables Image und versuchte die Spiele für die eigenen Zwecke zu instrumentalisieren. Dazu passt auch die Gesetzesoffensive aus dem April 2006, wo u. a. Gesetzte erlassen wurden, die es für bestimme Personen verboten haben sich in der Hauptstadt Peking aufzuhalten. Zum Beispiel Menschen, die die Gegend verschandeln könnten, wenn man es mal in Worte kleiden möchte. Dazu zählen vor allem Obdachlose bzw. Bettler oder auch geistig behinderte Menschen. Außerdem wurden Benimmregeln verordnet, nicht etwa nur eine die Bevölkerung – nein, auch an die eigenen Sicherheitskräfte. Doch das sind Aspekte, die durch die Spiele selbst in den Vordergrund gespielt wurden. Seit Jahren ist bekannt, dass politischen Gegnern, die sich nicht regierungskonform verhalten, das Leben zur Hölle gemacht wird. So sollte man es sich in China zwei Mal überlegen, ob man in seinem Blog (Zeitung o. Ä.) regierungskritische Texte publiziert. Oft werden Haftstrafen verhängt und das nicht etwa in Verbindung mit einem Prozess. Viel zu zweitaufwendig. Es gibt erst gar keinen, die Menschen wandern sofort in Verwahrung. In einer Berichterstattung eines deutschen Senders wurde ein Interview mit einem China kritischen Journalisten geführt, der aus Angst einen geheimen Ort für das Treffen mit den deutschen Kollegen auswählte. Er saß bereits in Haft und um den Druck auf ihn noch zu erhöhen bedrängten fremde Männer seine Frau (beim Einkaufen oder zu anderen Terminen), schüchterten sie ein, wollten den Druck erhöhen. Es war die Regierung, die ihre Kampfhunde von der Leine gelassen hatte, um den Aufmüpfigen in die Knie zu zwingen. Medienkontrolle bedeutet auch, dass die Chinesen im Land selbst auch keinen Zugang zu objektiver Berichterstattung haben und daher oft, wenn sie auf die Problematik angesprochen werden, abblocken und versuchen dagegen zu argumentieren.
Aber selbst die Athleten können sich in solchen Fragen nicht neutral verhalten, das ist schlicht unmöglich, weil es doch nicht angehen kann, dass man vor Menschrechtsverletzungen die Augen verschließt. Ein Zeichen hätte gesetzt werden müssen, nur fehlte dafür eine klare Mehrheit. Es gab nur eine deutsche Athletin, die nicht komplett die Augen verschloss und die rosarote Brille auf die Nase hatte. Sie blieb der Eröffnungsfeier fern, weil sie „nicht Teil“ der Inszenierung sein wollte. Eine Ausnahme, die die Regel bestätigte. China versuchte sich zu profilieren, das freie Land zu suggerieren. Ein freies Land, was nicht existiert.
Bereits im Vorfeld der Spiele hatte China wiederholt für scharfe Kritik gesorgt, nach dem man Proteste für ein unabhängiges Tibet blutig niedergeschlagen hatte. Alles half nichts und schien die Oberen im Staatsapparat kalt zu lassen – scheinbar. Denn die Kritik beschränkte sich von staatlicher Seite auf die üblichen diplomatischen Phrasen. Mehr passierte in diesem Zusammenhang nicht. Es gab zwar Boykottüberlegungen von vielen Seiten (auch von Seiten bestimmter Sportler), aber letzten Endes knickte man ein, auch unter dem Druck des IOC. Denn das internationale olympische Komitee sah überhaupt nicht gerne, wenn ein Sportler der Meinung war sich nicht unterordnen zu müssen. Auch die Presseblockade im olympischen Medienzentrum schien das IOC nicht zu interessieren. Stattdessen wurde die Situation bagatellisiert und nur auf Druck vieler Journalisten (Verbände und tatsächlich auch anderer Nationen) lockerte China die (Ausgangs) Sperre für Informationen, die China kritisch sein könnten. Während der zwei Wochen, in der die Wettkämpfe stattfanden übertünchten sie, die Spiele, die Probleme und unangenehmen Tatsachen.
Jedoch fragt sich der geneigte Mensch, der das alles nicht einfach so kommentarlos hinnehmen will, wieso unter den Athleten jeder streng getreu der Richtlinien handelt und nicht etwa klar Stellung bezieht. Nun, Politik hat im Sport nichts zu suchen oder sollte nicht mit ihm vermengt werden. Korrekt, so würde wohl die Antwort vieler Athleten auf diese Frage lauten. Allerdings, genau das wird durch die Regierung in China betrieben. Die Machtverhältnisse sind in diesem Fall scheinbar klar Verteilt. Im längeren Hebel sitzt das Regime in Peking. Zu diesem Ungleichgewicht kommt die Tatsache, dass sich bei den Spielen nicht mehr alles nur auf den sportlichen Aspekt fokussiert, sondern auch auf wirtschaftliche Verbindungen. Es geht um Sponsoren, es geht um juristische Fragen, ob Verträge eingehalten werden können. Genau Zahlen möchte ich jetzt nicht in den Raum werfen, es geht hierbei schließlich ums Prinzip.
Auch der Fackellauf im Vorfeld der olympischen Sommerspiele geriet zur Lächerlichkeit. In Folge der Tibet-Politik der Volksrepublik China. Sie hatte Proteste in Tibet für eine Unabhängigkeit und die Rückkehr des Dalai Lama zu nächst zwar fortlaufen, aber nicht unkommentiert gelassen. Später arteten diese Proteste in Gewaltexzesse gegen ethnische Chinesen aus. Wieso? Aufgrund dessen, dass die Chinesen in den 50er Jahren Tibet gewaltsam annektiert hatten und seit dem vollständig kontrollieren. In Verzweiflung sich von diesen Fesseln zu befreien und die durch die Spiele gestiegene Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu nutzen arteten die Proteste aus. Man reagierte und sandte sofort Sicherheitskräfte in tibetisches Hochland, die dort alsbald „aufräumten“. China schlug den Aufstand blutig nieder. China wies sämtliche Personen an das Land unverzüglich zu verlassen, darunter Journalisten und andere Gruppen. In Folge dessen protestierten Mönche auf den Straßen. Auch diese Proteste wurden von chinesischen Kräften niedergeschlagen. Man wollte keinen Kontrollverlust riskieren, selbst vor dem Hintergrund, dass die ganze Welt nun auf diesen Konflikt schaute.
In Folge dessen gab es hartnäckige Proteste, die sich auch auf den Fackellauf konzentrierten und diesen immer wieder unterbrachen. Schärfere Sicherheitskontrollen und eine Aufstückung des Personals waren die Folge. Wie weit darf eine Nation zur Durchsetzung ihrer eigenen Interessen gehen? Befand sich das, was China u. A. in den Wochen vor den Spielen produzierte wirklich im Rahmen oder muss man das anders werten dürfen?
Wenn vor den Augen der Welt Menschenrechte verletzt werden und augenscheinlich niemand das beeinflussen kann, dann hätte man die Spiele nutzen sollen, die Bühne, die sich bot. Ein Zeichen an Peking wäre es gewesen. Eines, welches man nicht mehr hätte ignorieren können. Und es hätte mehr als nur einen symbolischen Charakter gehabt. Die Spiele wären gescheitert gewesen und im gleichen Atemzug auch die Politik dieser Regierung. Ein Nackenschlag für Hu Jintao (Staatspräsident) und die gesamte Bevölkerung, der letztere vielleicht etwas hätte sensibilisieren können.
Alles Theorie…die Spiele sind zu Ende und Herr Jacques Rogge (IOC-Präsident) bagatellisiert in der Öffentlichkeit weiterhin fröhlich vor sich hin, wie sich das für einen Mann in seiner Position gehört, der es sich natürlich nicht verscherzen möchte mit den chinesischen Freunden.
Sonntag, 17. August 2008
Quarzen - das erregt die Nation!
Ein kleiner Einwurf von mir
Der blaue Dunst, der uns (Nichtraucher) in Kneipen etc., in denen Nichtraucher natürlich Tag ein Tag aus verkehren sollte via Nichtraucherschutzgesetz (oder so ähnlich) der Vergangenheit angehören. Nun fragt sich der gemeine Kippenverächter wieso nun ausgerechnet die armen Wirte der kleinen Eckkneipen, in denen praktisch nur geraucht und gesoffen wird in ihren Rechten beschnitten werden. Denn, mal ganz ehrlich. Ziehen wir mal Berlin heran: Selbst die Bezirke waren nicht bereit mehr Personal für die Kontrollen abzustellen, geschweige denn überhaupt auf Kontrollstreife zu gehen. Hinzu kam die Klage einer Berliner Wirten vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, die das Gesetzt in der Schwebe ließ. Seit gestern ist klar, dass in Kneipen, in denen keine Speisen selbst zubereitet werden und die unter 75 Quadratmeter Fläche besitzen der Glimmstängel wieder legitimiert ist. Kurz und simpel zusammengefasst. Und hier sieht man die Qualität des Problems, welches auf den Staat mit der Verabschiedung des Gesetztes zugerollt ist. Doch kommen wir kurz auf den Ausgangspunkt zurück: Der Rauch einer Zigarette ist in höchstem Maße gesundheitsschädlich. Selbst das so genannte Passivrauchen kann das Risiko an Lungenkrebs oder einem Herzleiden zu erkranken um ein vielfaches erhöhen. Deswegen wurde im Jahr 2007 ein Reformpakt an den Start gebracht. Alle Einrichtungen des Bundes sowie seiner Verfassungsorgane, die öffentlichen Verkehrsmittel und Bahnhöfe (Personennahverkehr / Fernverkehr) der öffentlichen Eisenbahnen sind seit 2007 rauchfrei. Auch in anderen Institutionen, die in den Bereich der Länder fallen, wie z. B. in Universitäten, Schulen, Krankenhäusern und Behörden gilt ein Rauchverbot. Soweit, so gut, denn in den genannten Räumen bzw. Bereich müssen Nichtraucher konsequent vor den Gefahren des Tabakkonsums geschützt werden. Die Menschen können sich in einem Bürgeramt, um ein konkretes Beispiel in den Ring zu werfen, nicht vor den schädlichen Ausdünstungen einer Zigarette bewahren. Zu dem handelt es sich um Pflichttermine, genauso wie es in Schulen oder auf Bahnhöfen (morgens zur Arbeit und abends wieder nach Hause) der Fall ist. Hier in Untätigkeit zu verfallen wäre eine Bankrotterklärung an den Teil der Bevölkerung gewesen, der auf den Konsum von Zigaretten verzichtet bzw. ihn strikt ablehnt und damit wiederum unter Umständen Folgekosten für das Gesundheitssystem einspart. Denn es ist ein weitläufiger Irrtum zu glauben, dass Raucher doch mittels der Tabaksteuer diesen Staat mitfinanzieren. Hierzu ist zu sagen, dass der Ärztliche Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit e.V., der s. g. ÄARG, in den 90er Jahren herausgefunden hat, dass Vater Staat an der Tabaksteuer nicht verdient, sondern unterm Strich sogar rote Zahlen zu Buche stehen. Durch das Rauchen fallen die Menschen, die schwer erkranken nicht nur aus dem Berufsleben heraus, sind also arbeitsunfähig, sondern müssen oft auch noch aufwendig behandelt werden und drücken so die Gesundheitssysteme und die Krankenkassen mit ihren Kosten in die Knie. Es gibt allerdings auch einen entlastenden Faktor, dieser nennt sich Frühsterblichkeit. Nicht nur, dass die Pflegeversicherung nicht einspringen muss, nein, auch eventuelle Rentenbeiträge wären nicht mehr von Nöten. Die verminderte Lebenserwartung hat also nicht alleine negativen Einfluss. Erst seit Anfang 2008 gilt das Rauchverbot auch im Gastronomiebereich – Strafen hätten erst im Juli ausgesprochen werden können. Das halbe Jahr sollte als Eingewöhnungsphase dienen. Das Rauchverbot z. B. in den klassischen Eckkneipen stößt selbst bei Nichtrauchern auf ein teilweise negatives Echo. Die Bevölkerung ist also gespalten, ist sich nicht uneins. Jedoch ist die Argumentation schlüssig: Wieso sollte sich ein Nichtraucher in eine muffig Eckkneipe verirren? Oft ist es so, dass diese pauschal schon von dieser Personengruppe (zu der auch ich mich zähle) gemieden wird. Ich persönlich plädiere für ein Rauchverbot in Restaurants oder in Pizza-Läden, wo offen Essen zubereitet oder verspeist wird. Hier ist das Verbot absolut platziert, zu recht platziert. Es ist regelrecht unappetitlich, wenn man die Speisen geruchlich, aufgrund des Zigarettenqualms, nicht mehr voneinander abgrenzen kann.
Was die viele Wirte kleinerer Kneipen anführen ist selbstverständlich ebenso mit ein zu beziehen. Ein Großteil der Kundschaft sind Raucher, außerdem wäre der für manche Räume geforderte Anbau – ein separater Raum – für viele Wirte gar nicht finanzierbar, nicht zu realisieren. Auch vor diesem Hintergrund muss eine Neufassung des Gesetzes erfolgen. Die Pauschalisierung, die sich in dem (nun ja als teilweise unwirksam) erklärten Gesetz wieder spiegelte muss der Vergangenheit angehören. Und das sage ich nicht als Raucher, sondern als Nichtraucher. Nachvollziehbar ist es, dass ich gegen die Regelung klage, wenn ich Betreiber einer klassischen Eckkneipe bin, die nur aufgrund von solchen Stammgästen (über-) lebt.
Der blaue Dunst, der uns (Nichtraucher) in Kneipen etc., in denen Nichtraucher natürlich Tag ein Tag aus verkehren sollte via Nichtraucherschutzgesetz (oder so ähnlich) der Vergangenheit angehören. Nun fragt sich der gemeine Kippenverächter wieso nun ausgerechnet die armen Wirte der kleinen Eckkneipen, in denen praktisch nur geraucht und gesoffen wird in ihren Rechten beschnitten werden. Denn, mal ganz ehrlich. Ziehen wir mal Berlin heran: Selbst die Bezirke waren nicht bereit mehr Personal für die Kontrollen abzustellen, geschweige denn überhaupt auf Kontrollstreife zu gehen. Hinzu kam die Klage einer Berliner Wirten vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, die das Gesetzt in der Schwebe ließ. Seit gestern ist klar, dass in Kneipen, in denen keine Speisen selbst zubereitet werden und die unter 75 Quadratmeter Fläche besitzen der Glimmstängel wieder legitimiert ist. Kurz und simpel zusammengefasst. Und hier sieht man die Qualität des Problems, welches auf den Staat mit der Verabschiedung des Gesetztes zugerollt ist. Doch kommen wir kurz auf den Ausgangspunkt zurück: Der Rauch einer Zigarette ist in höchstem Maße gesundheitsschädlich. Selbst das so genannte Passivrauchen kann das Risiko an Lungenkrebs oder einem Herzleiden zu erkranken um ein vielfaches erhöhen. Deswegen wurde im Jahr 2007 ein Reformpakt an den Start gebracht. Alle Einrichtungen des Bundes sowie seiner Verfassungsorgane, die öffentlichen Verkehrsmittel und Bahnhöfe (Personennahverkehr / Fernverkehr) der öffentlichen Eisenbahnen sind seit 2007 rauchfrei. Auch in anderen Institutionen, die in den Bereich der Länder fallen, wie z. B. in Universitäten, Schulen, Krankenhäusern und Behörden gilt ein Rauchverbot. Soweit, so gut, denn in den genannten Räumen bzw. Bereich müssen Nichtraucher konsequent vor den Gefahren des Tabakkonsums geschützt werden. Die Menschen können sich in einem Bürgeramt, um ein konkretes Beispiel in den Ring zu werfen, nicht vor den schädlichen Ausdünstungen einer Zigarette bewahren. Zu dem handelt es sich um Pflichttermine, genauso wie es in Schulen oder auf Bahnhöfen (morgens zur Arbeit und abends wieder nach Hause) der Fall ist. Hier in Untätigkeit zu verfallen wäre eine Bankrotterklärung an den Teil der Bevölkerung gewesen, der auf den Konsum von Zigaretten verzichtet bzw. ihn strikt ablehnt und damit wiederum unter Umständen Folgekosten für das Gesundheitssystem einspart. Denn es ist ein weitläufiger Irrtum zu glauben, dass Raucher doch mittels der Tabaksteuer diesen Staat mitfinanzieren. Hierzu ist zu sagen, dass der Ärztliche Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit e.V., der s. g. ÄARG, in den 90er Jahren herausgefunden hat, dass Vater Staat an der Tabaksteuer nicht verdient, sondern unterm Strich sogar rote Zahlen zu Buche stehen. Durch das Rauchen fallen die Menschen, die schwer erkranken nicht nur aus dem Berufsleben heraus, sind also arbeitsunfähig, sondern müssen oft auch noch aufwendig behandelt werden und drücken so die Gesundheitssysteme und die Krankenkassen mit ihren Kosten in die Knie. Es gibt allerdings auch einen entlastenden Faktor, dieser nennt sich Frühsterblichkeit. Nicht nur, dass die Pflegeversicherung nicht einspringen muss, nein, auch eventuelle Rentenbeiträge wären nicht mehr von Nöten. Die verminderte Lebenserwartung hat also nicht alleine negativen Einfluss. Erst seit Anfang 2008 gilt das Rauchverbot auch im Gastronomiebereich – Strafen hätten erst im Juli ausgesprochen werden können. Das halbe Jahr sollte als Eingewöhnungsphase dienen. Das Rauchverbot z. B. in den klassischen Eckkneipen stößt selbst bei Nichtrauchern auf ein teilweise negatives Echo. Die Bevölkerung ist also gespalten, ist sich nicht uneins. Jedoch ist die Argumentation schlüssig: Wieso sollte sich ein Nichtraucher in eine muffig Eckkneipe verirren? Oft ist es so, dass diese pauschal schon von dieser Personengruppe (zu der auch ich mich zähle) gemieden wird. Ich persönlich plädiere für ein Rauchverbot in Restaurants oder in Pizza-Läden, wo offen Essen zubereitet oder verspeist wird. Hier ist das Verbot absolut platziert, zu recht platziert. Es ist regelrecht unappetitlich, wenn man die Speisen geruchlich, aufgrund des Zigarettenqualms, nicht mehr voneinander abgrenzen kann.
Was die viele Wirte kleinerer Kneipen anführen ist selbstverständlich ebenso mit ein zu beziehen. Ein Großteil der Kundschaft sind Raucher, außerdem wäre der für manche Räume geforderte Anbau – ein separater Raum – für viele Wirte gar nicht finanzierbar, nicht zu realisieren. Auch vor diesem Hintergrund muss eine Neufassung des Gesetzes erfolgen. Die Pauschalisierung, die sich in dem (nun ja als teilweise unwirksam) erklärten Gesetz wieder spiegelte muss der Vergangenheit angehören. Und das sage ich nicht als Raucher, sondern als Nichtraucher. Nachvollziehbar ist es, dass ich gegen die Regelung klage, wenn ich Betreiber einer klassischen Eckkneipe bin, die nur aufgrund von solchen Stammgästen (über-) lebt.
Samstag, 26. Juli 2008
Doping ja, aber nur medienwirksam
Seit einem Jahr ist das Thema Doping im Radsport wird in den TV-Sendern und anderen bekannten Medien ganz oben auf die Agenda gesetzt und mit Genuss bis auf die Knochen ausgeschlachtet. Und dem Beobachter, der vielleicht nicht so tief im Radsport steckt, dem wird dieser Sport in ein Licht gerückt, welches ihm suggeriert, dass erst seit ein paar Monaten (systematisch) gedopt wird. Zumindest erwecken z. B. die öffentlich rechtlichen Sender (ARD, ZDF) aus meiner Sicht diesen Eindruck, da sie im Jahr 2007 mitten während der Rundfahrt die Übertragung abbrachen. Grund war der Dopingfall Patrik Sinkewitz vom damaligen Team T-Mobile. Er stand nicht alleine da, sondern reihte sich ein in die Gilde anderer Fahrer, die ebenfalls auf ein verbotenes Präparat getestet wurden. Zu beachten ist dabei das falsche Spiel, was die Sender damit betrieben haben – ja fast schon verlogen, denn im Jahr 2006 wurden bereits im Vorfeld (!) der Tour Fahrer wie Ivan Basso, Jan Ullrich oder Oscar Sevilla von der Tour ausgeschlossen. Unter anderem ihre Namen tauchten auf einer Liste auf, die spanische Ermittler veröffentlichten. Sie stammt vom Teamarzt Eufemiano Fuentes des ehm. Teams Liberty Seguros. Sie enthielt eine Art verschlüsselte Namen, die man allerdings im Zuge der Ermittlungen zuordnen konnte und somit die Namen sicherstellte. Dieser Ruck, diese Erschütterung für alle deutschen Radsportfans und Sponsoren wurde von den Gazetten zwar dankbar angenommen, allerdings schein das die für die Tourübertragung verantwortlichen Sender ARD und ZDF nicht von all zu großer Relevanz zu sein, denn sie brachen ihre Übertragung nicht, nein, sie sendeten weiter. Aber anstatt in den Kommentaren das Hauptaugenmerk auf den Sport zu legen (wenn man sich schon einverstanden erklärte weiter zu übertragen) wurde ein großes Zeitfenster dafür umfunktioniert sich über die aktuellen Ereignisse im Fall Fuentes auszutauschen.
Nicht, dass ich hier falsch interpretiert werde: Ich bin für den Dialog und für die Debatte. Aber sie gehört nicht in eine Übertragung der Tour, sondern in die Extras vor und nach den Rennen bzw. in spezielle Sendeformate. Dies geschah nicht, stattdessen füllte man die 5 Stunden Sendezeit dann damit, dass man die Vita eines jeden Fahrers noch mal durchging und die Möglichkeit versuchte zu klassifizieren, dass er verbotene Substanzen verwende. Das kann es selbstverständlich nicht und darf es auch nicht sein. Im Jahr 2007 ziehen sich dann auf einmal die öffentlich rechtlichen Anstalten von der Tourübertragung zurück, wie schon oben angeführt. Es sollte wohl als ein Zeichen gegen den „unfairen Sport“ interpretiert werden. Jedenfalls wurde es – das sollte nicht unerwähnt – bleiben nicht im Kollektiv positiv aufgenommen. So Leute wie zum Beispiel meine Wenigkeiten hatten mit dieser Verfahrensweise ein Problem. In meinen Augen ist der pure Aktionismus gewesen. Man gab dem Druck von außen, vor allem dem politischen, nach und stellte die Übertragung im Zuge dessen ein. Kurz vor Ultimo sprang damals der Privat-Sender Sat.1 für die Empfänger von Free-TV ein, damit die, die diese Tour weiterverfolgen wollten die Bilder nach Hause geliefert bekamen.
Dieses ist nur das gute Recht derer, die sich die Rundfahrt weiterhin anschauen wollten. Nun erntete dieser Schritt Kritik aus der Politik und aus den anderen Medien. Und hier muss ich den Hebel entschlossen ansetzen, denn die Reaktionen im Sommer 2007 gingen mir persönlich entschieden zu weit! Wie kann es sein, dass man wirklich geglaubt hat, dass im Jahr 2001 z. B. ein Lance Armstrong (der mal an Hodenkrebs litt) locker leicht Berge mit 15 % Steigung erklimmt und dabei wirklich alle hinter sich lässt? Wie kann es sein, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit bei den Etappen oder auch der Gesamtschnitt der Tour Jahr für Jahr immer weiter steigen? Es ist doch Fakt, dass der menschliche Körper irgendwann an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit angelangt ist. Und dies ist im Radsport schon passiert. Die Menschen an den Fernsehschirmen wollen aber mehr sehen, sie wollen immer mehr Level sehen. Die Sponsoren üben Druck auf die Fahrer aus. Klar, viele fahren auch um ihre Zukunft im Radsport, das heißt nicht selten auch um die finanzielle Aussicht. Die immense Angst und auch die bereits genanten Faktoren können dazu führen, dass ein Sportler sich illegaler Mittelchen bedient. Das heißt nicht, dass ich gutheiße was passiert. Schließlich schaden diese Fahrer nicht nur dem Sport, sondern auch sich selbst. Das Risiko bei gewissen Präparaten z.B. Blutgerinnsel (das Blut verklumpt in den Adern) zu erleiden ist hoch.
Man geht ein gesundheitliches Risiko ein, welches nicht außer Acht zu lassen ist. Nicht zu vergessen ist auch, dass sich Doping im Radsport besser verkaufen lässt als z.B. in der Leichtathletik oder im Fußball. So ist es zum Beispiel dem englischen Nationalverteidiger und Machester Spieler Rio Ferdinand passiert, dass er im Jahr 2003 einen Dopingtest verstreichen ließ bzw. vergaß und er somit für eine Dauer von 8 Monaten aus dem Spielbetrieb genommen wurde. Dies ist nur ein Fall, ein prominenter, von vielen, die sich im Bereich des Fußballs ereignen, jedoch nicht mal halb so viel Medienecho hervorrufen.
Nicht, dass ich hier falsch interpretiert werde: Ich bin für den Dialog und für die Debatte. Aber sie gehört nicht in eine Übertragung der Tour, sondern in die Extras vor und nach den Rennen bzw. in spezielle Sendeformate. Dies geschah nicht, stattdessen füllte man die 5 Stunden Sendezeit dann damit, dass man die Vita eines jeden Fahrers noch mal durchging und die Möglichkeit versuchte zu klassifizieren, dass er verbotene Substanzen verwende. Das kann es selbstverständlich nicht und darf es auch nicht sein. Im Jahr 2007 ziehen sich dann auf einmal die öffentlich rechtlichen Anstalten von der Tourübertragung zurück, wie schon oben angeführt. Es sollte wohl als ein Zeichen gegen den „unfairen Sport“ interpretiert werden. Jedenfalls wurde es – das sollte nicht unerwähnt – bleiben nicht im Kollektiv positiv aufgenommen. So Leute wie zum Beispiel meine Wenigkeiten hatten mit dieser Verfahrensweise ein Problem. In meinen Augen ist der pure Aktionismus gewesen. Man gab dem Druck von außen, vor allem dem politischen, nach und stellte die Übertragung im Zuge dessen ein. Kurz vor Ultimo sprang damals der Privat-Sender Sat.1 für die Empfänger von Free-TV ein, damit die, die diese Tour weiterverfolgen wollten die Bilder nach Hause geliefert bekamen.
Dieses ist nur das gute Recht derer, die sich die Rundfahrt weiterhin anschauen wollten. Nun erntete dieser Schritt Kritik aus der Politik und aus den anderen Medien. Und hier muss ich den Hebel entschlossen ansetzen, denn die Reaktionen im Sommer 2007 gingen mir persönlich entschieden zu weit! Wie kann es sein, dass man wirklich geglaubt hat, dass im Jahr 2001 z. B. ein Lance Armstrong (der mal an Hodenkrebs litt) locker leicht Berge mit 15 % Steigung erklimmt und dabei wirklich alle hinter sich lässt? Wie kann es sein, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit bei den Etappen oder auch der Gesamtschnitt der Tour Jahr für Jahr immer weiter steigen? Es ist doch Fakt, dass der menschliche Körper irgendwann an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit angelangt ist. Und dies ist im Radsport schon passiert. Die Menschen an den Fernsehschirmen wollen aber mehr sehen, sie wollen immer mehr Level sehen. Die Sponsoren üben Druck auf die Fahrer aus. Klar, viele fahren auch um ihre Zukunft im Radsport, das heißt nicht selten auch um die finanzielle Aussicht. Die immense Angst und auch die bereits genanten Faktoren können dazu führen, dass ein Sportler sich illegaler Mittelchen bedient. Das heißt nicht, dass ich gutheiße was passiert. Schließlich schaden diese Fahrer nicht nur dem Sport, sondern auch sich selbst. Das Risiko bei gewissen Präparaten z.B. Blutgerinnsel (das Blut verklumpt in den Adern) zu erleiden ist hoch.
Man geht ein gesundheitliches Risiko ein, welches nicht außer Acht zu lassen ist. Nicht zu vergessen ist auch, dass sich Doping im Radsport besser verkaufen lässt als z.B. in der Leichtathletik oder im Fußball. So ist es zum Beispiel dem englischen Nationalverteidiger und Machester Spieler Rio Ferdinand passiert, dass er im Jahr 2003 einen Dopingtest verstreichen ließ bzw. vergaß und er somit für eine Dauer von 8 Monaten aus dem Spielbetrieb genommen wurde. Dies ist nur ein Fall, ein prominenter, von vielen, die sich im Bereich des Fußballs ereignen, jedoch nicht mal halb so viel Medienecho hervorrufen.
Montag, 14. Juli 2008
Ein Kommentar
Hellbraun
Die NPD gibt sich öffentlich weichgespült, bürgernah. Erst wenn die Kameras und Mikrofone vermeintlich nicht mehr in Hör- bzw. Sehweite sind, fällt die Maske.
Die NPD, sie stand noch vor ein paar Jahren für offene Bekenntnisse zum Rechtsradikalismus, eine Partei, die kein Blatt vor den Mund nimmt, die sich offen verfassungsfeindlich verhält. Plumpe, braune Hasstiraden geben Ausländer und die deutliche Distanzierung zur Demokratie und dem Rechts - bzw. Verfassungsstaat. Sie behauptet, dass die heutigen Staatsgrenzen der Bundesrepublik nicht rechtens gesetzt worden sind, sondern durch die „Besatzer“ nach 1945 gezielt gezogen wurden. Nur ein Auszug, ein kleiner aus dem, für was die NPD steht. Inhaltlich kann man noch tiefer einsteigen, dies würde jedoch der Überschrift nicht gerecht werden, denn in diesem Text soll vor allem behandelt werden wie die NDP ihre Botschaften an die Wähler bringt bzw. wie sie sie „aufmotzt“, in eine trügerische Verpackung steckt. Die Strategie ist nämlich inzwischen eine komplett andere, als, die man noch vor 10 Jahren führte. Auch Frauen werden immer mehr für den Bauernfang eingespannt. Ein psychologischer Schachzug. Frauen gelten gemein hin wohl als gesellschaftsfähiger und sollen ein anderes, positiveres Bild der „Braunen-Soße“ vermitteln. Sie kommen harmlos daher, organisieren Sommerfeste mit und beteiligen sich auch aktiv am Geschehen bei den Veranstaltungen. Ihre Lebensläufe lesen sich unauffällig. Ist man nicht informiert, so würde man bei einigen Funktionärinnen nicht im Entferntesten auf den Gedanken kommen, sie stünden in Verbindung mit einer verfassungsfeindlichen Partei. Möchte man ihnen das entlocken, was sich in ihrer Gedankenswelt abspielt, so wird man enttäuscht sein, da sie es nicht offen preisgeben werden. Deutliche Interviews, die keinen Zweifel daran hegen, was die Partei als Ziel hat und welche Persönlichkeiten da tatsächlich in Anzug und Krawatte herumspazieren, sind unerwünscht in der rechtsextremen Partei. Ein gutes Beispiel dafür ist der ehemalige NPD Abgeordnete im Sächsischen Landtag, Klaus-Jürgen Menzel. Der am 22. März 1940 geborene NPD-Politiker ist durch seine deutlichen Aussagen Pro Hitler ausgeschlossen worden. Am 11.11.2006 gibt es der ARD-Sendung „Panorama“ ein Interview, welches ihn sein Mandat kosten wird: „Zum Führer stehe ich nach wie vor. Da gibt’s kein Vertun.“ Ein Graus für die Oberen der Partei, die solche Sätze nicht hören wollen. Mit großer Wahrscheinlichkeit aber im Geiste selbst formulieren. Jedoch, es passt nicht ins brave Bild zum neuen Image der Rechten. Außerdem besitzt Menzel eine befleckte Vita. Er selbst hatte ende der 1990er Jahre Agrarsubventionen von der EU eingestrichen und dies zu Unrecht. Es handelte sich um die s. g. „Flächenstilllegungsprämie“, die Menzel zurückzahlen musste. Ein Mann, der anscheinend nicht mehr das Anforderungsprofil der Partei erfüllt und von der Fraktion ausgeschlossen wurde.
Doch widmen wir uns wieder dem Alltagsleben, in dem sich die NPD zu etablieren zu versucht. Hierbei nutzt sie vor allem die Lücken, die die klassischen Volksparteien hinterlassen haben. Auf dem Land werden Jugend-Clubs geschlossen und Sportvereine können finanziell nicht mehr auf eigenen Beinen stehen. Hier fährt die braune Garde ihre Krallen aus und bohrt sie in diese Räume. So ist es inzwischen keine Seltenheit mehr, dass Rechtsextreme den Sport nutzten, um Nachwuchs zu rekrutieren. Die Feinde der Demokratie sponsern Vereine oder gründen zum Teil komplett neue Verbunde. Hier schaffen sie ein Zentrum, viele Jugendliche sehen wieder einen Sinn in ihrer Freizeit. Der perfekte Köder. Ein Magazin der ARD warf in einem Bericht über dieses Phänomen einen Blick auf solche neu gegründeten, meist Fußballvereine, und schon ein Schwenk mit der Kamera verriet mehr als einem lieb sein mochte. Trikots mit der Nummer „18“ (Die Zahlen stehen für die Buchstaben „A“ und „H“ im Alphabet – Die Abkürzung für Adolf Hitler) sind keine Seltenheit. Auch eindeutige Abbildungen auf T-Shirts sind zu sichten und lassen die Gesinnung vieler der Vereinsmitglieder an die Oberfläche kriechen. Gemächlich, aber verständlich. Doch der noch viel mächtigere Schock folgte noch auf dem Fuß. Die Mutter eines jungen Spielers wurde auf die eindeutigen Botschaften eingesprochen, die vom Shirt ihres Nachwuchses prangern und was sie davon halte. Ob sie sich distanziere. Nur Gemurmel, unverständlich, unentschlossen – da wollte sich jemand bedeckt halten. Doch dann, eine Antwort, die mehr sagt, als sich die Dame es wohl ausgemalt hat: „Ich werde mich dazu nicht äußern.“
Aber was nützt es, wenn sich gewisse (prominente) Persönlichkeiten in Talkshows oder auf großen Galas selbst beweihräuchern und die NDP wie auch den Rechtsextremismus und den Rassismus verurteilen. Dort sind oft die zugegen, die bereites geläutert sind, jedoch nicht der Personenkreis, den es eigentlich betrifft. In vielen Landstrichen hat haben rechte Kameradschaften im Verbund mit der NPD das Heft in die Hand genommen. Die Menschen fressen ihnen aus der Hand, weil sie die Hoffnung auf Unterstützung aus der Politik begraben haben. Alleine das ist ein Armutszeugnis für die demokratischen Parteien, die doch gerade hier Aktionismus zeigen müssten, um diesen Bauernfang zu stoppen!
Man darf nicht immer mehr Bereiche in der Gesellschaft fast kampflos herschenken…
Die NPD gibt sich öffentlich weichgespült, bürgernah. Erst wenn die Kameras und Mikrofone vermeintlich nicht mehr in Hör- bzw. Sehweite sind, fällt die Maske.
Die NPD, sie stand noch vor ein paar Jahren für offene Bekenntnisse zum Rechtsradikalismus, eine Partei, die kein Blatt vor den Mund nimmt, die sich offen verfassungsfeindlich verhält. Plumpe, braune Hasstiraden geben Ausländer und die deutliche Distanzierung zur Demokratie und dem Rechts - bzw. Verfassungsstaat. Sie behauptet, dass die heutigen Staatsgrenzen der Bundesrepublik nicht rechtens gesetzt worden sind, sondern durch die „Besatzer“ nach 1945 gezielt gezogen wurden. Nur ein Auszug, ein kleiner aus dem, für was die NPD steht. Inhaltlich kann man noch tiefer einsteigen, dies würde jedoch der Überschrift nicht gerecht werden, denn in diesem Text soll vor allem behandelt werden wie die NDP ihre Botschaften an die Wähler bringt bzw. wie sie sie „aufmotzt“, in eine trügerische Verpackung steckt. Die Strategie ist nämlich inzwischen eine komplett andere, als, die man noch vor 10 Jahren führte. Auch Frauen werden immer mehr für den Bauernfang eingespannt. Ein psychologischer Schachzug. Frauen gelten gemein hin wohl als gesellschaftsfähiger und sollen ein anderes, positiveres Bild der „Braunen-Soße“ vermitteln. Sie kommen harmlos daher, organisieren Sommerfeste mit und beteiligen sich auch aktiv am Geschehen bei den Veranstaltungen. Ihre Lebensläufe lesen sich unauffällig. Ist man nicht informiert, so würde man bei einigen Funktionärinnen nicht im Entferntesten auf den Gedanken kommen, sie stünden in Verbindung mit einer verfassungsfeindlichen Partei. Möchte man ihnen das entlocken, was sich in ihrer Gedankenswelt abspielt, so wird man enttäuscht sein, da sie es nicht offen preisgeben werden. Deutliche Interviews, die keinen Zweifel daran hegen, was die Partei als Ziel hat und welche Persönlichkeiten da tatsächlich in Anzug und Krawatte herumspazieren, sind unerwünscht in der rechtsextremen Partei. Ein gutes Beispiel dafür ist der ehemalige NPD Abgeordnete im Sächsischen Landtag, Klaus-Jürgen Menzel. Der am 22. März 1940 geborene NPD-Politiker ist durch seine deutlichen Aussagen Pro Hitler ausgeschlossen worden. Am 11.11.2006 gibt es der ARD-Sendung „Panorama“ ein Interview, welches ihn sein Mandat kosten wird: „Zum Führer stehe ich nach wie vor. Da gibt’s kein Vertun.“ Ein Graus für die Oberen der Partei, die solche Sätze nicht hören wollen. Mit großer Wahrscheinlichkeit aber im Geiste selbst formulieren. Jedoch, es passt nicht ins brave Bild zum neuen Image der Rechten. Außerdem besitzt Menzel eine befleckte Vita. Er selbst hatte ende der 1990er Jahre Agrarsubventionen von der EU eingestrichen und dies zu Unrecht. Es handelte sich um die s. g. „Flächenstilllegungsprämie“, die Menzel zurückzahlen musste. Ein Mann, der anscheinend nicht mehr das Anforderungsprofil der Partei erfüllt und von der Fraktion ausgeschlossen wurde.
Doch widmen wir uns wieder dem Alltagsleben, in dem sich die NPD zu etablieren zu versucht. Hierbei nutzt sie vor allem die Lücken, die die klassischen Volksparteien hinterlassen haben. Auf dem Land werden Jugend-Clubs geschlossen und Sportvereine können finanziell nicht mehr auf eigenen Beinen stehen. Hier fährt die braune Garde ihre Krallen aus und bohrt sie in diese Räume. So ist es inzwischen keine Seltenheit mehr, dass Rechtsextreme den Sport nutzten, um Nachwuchs zu rekrutieren. Die Feinde der Demokratie sponsern Vereine oder gründen zum Teil komplett neue Verbunde. Hier schaffen sie ein Zentrum, viele Jugendliche sehen wieder einen Sinn in ihrer Freizeit. Der perfekte Köder. Ein Magazin der ARD warf in einem Bericht über dieses Phänomen einen Blick auf solche neu gegründeten, meist Fußballvereine, und schon ein Schwenk mit der Kamera verriet mehr als einem lieb sein mochte. Trikots mit der Nummer „18“ (Die Zahlen stehen für die Buchstaben „A“ und „H“ im Alphabet – Die Abkürzung für Adolf Hitler) sind keine Seltenheit. Auch eindeutige Abbildungen auf T-Shirts sind zu sichten und lassen die Gesinnung vieler der Vereinsmitglieder an die Oberfläche kriechen. Gemächlich, aber verständlich. Doch der noch viel mächtigere Schock folgte noch auf dem Fuß. Die Mutter eines jungen Spielers wurde auf die eindeutigen Botschaften eingesprochen, die vom Shirt ihres Nachwuchses prangern und was sie davon halte. Ob sie sich distanziere. Nur Gemurmel, unverständlich, unentschlossen – da wollte sich jemand bedeckt halten. Doch dann, eine Antwort, die mehr sagt, als sich die Dame es wohl ausgemalt hat: „Ich werde mich dazu nicht äußern.“
Aber was nützt es, wenn sich gewisse (prominente) Persönlichkeiten in Talkshows oder auf großen Galas selbst beweihräuchern und die NDP wie auch den Rechtsextremismus und den Rassismus verurteilen. Dort sind oft die zugegen, die bereites geläutert sind, jedoch nicht der Personenkreis, den es eigentlich betrifft. In vielen Landstrichen hat haben rechte Kameradschaften im Verbund mit der NPD das Heft in die Hand genommen. Die Menschen fressen ihnen aus der Hand, weil sie die Hoffnung auf Unterstützung aus der Politik begraben haben. Alleine das ist ein Armutszeugnis für die demokratischen Parteien, die doch gerade hier Aktionismus zeigen müssten, um diesen Bauernfang zu stoppen!
Man darf nicht immer mehr Bereiche in der Gesellschaft fast kampflos herschenken…
Sonntag, 6. Juli 2008
Kommentar: Unbelehrbar, unruhig, unfreundlich, gefährlich – unerziehbar?
Die Jugend (von heute) hat einen mehr oder weniger ramponierten Ruf.
Man muss nur den Blick in die Tageszeitungen werfen und schon springen einen die Nachrichten von Jugendlichen bzw. Banden in deren Alterklasse (nehmen wir mal die 11 – 20 Jährigen) an, die die Straßen unsicher machen. In Verbindung damit wird auch der raue Umgangston angesprochen, der unter den Mitgliedern herrscht. Dieser wird allerdings nicht nur untereinander, sondern auch ganz bewusst in der Öffentlichkeit angewandt.
Nun gibt es etliche Leute, die Vorschläge einbringen wie sich die Situation beheben lässt. Besserwisser, in manchen Fällen Personen, die zu jeder Problematik eine Lösung parat haben – also ob sie schon in den Startlöchern standen und abwarteten. Eben wie das Raubtier, dass in seinem Versteck hockt bis die Beute den Weg kreuzt. Jugendliche, meist mit Immigrationshintergrund, stehen im Mittelpunkt. Ihr merkt – es dreht sich um die Jugendkriminalität. Denn wenn man aktuell in Deutschland über die Jugend spricht, dann steht dieses Thema im Fokus. Und mit Lösungsvorschlägen verbinden vor allem die reiferen Semester dieser Republik Drillcamps. Frei nach US-Vorbild. Keine Gnade, kein Erbarmen, die Belger sollen auf die harte Tour „lernen“. Dabei wird nicht etwa sachlich das Pro und Contra abgewägt, nein, zu nächst mal steht das Positive im Vordergrund. Sicher, wo kommen wir denn dahin, wenn wir immer nur das Negative sehen wollten?
Der nicht zu übersehbare Nachteil ist, dass selbst Studien bewiesen haben, dass diese Herangehensweise absolut nicht Erfolg versprechend ist – im Gegenteil. Das Problem besteht vor allem darin, dass der Hass auf das System durch solche Maßnahmen nur intensiviert wird. Die Betroffenen schotten sich weiter ab, fühlen sich in die Ecke gedrängt. Positive Beispiel für eine präventive Maßnahme sind die Streetwalker. Diese kennen sich in der Szene aus und strahlen Autorität aus. Die meisten von ihnen gehörten früher selbst Gangs an und aus diesem Grund hat ihr Wort Gewicht. Sie sind täglich in den Problemkiezen (nehmen wir mal die von Berlin) unterwegs und treffen sich dort mit Jungendlichen, die bereits straffällig geworden sind und mit denen, die dies noch nicht ereilt hat. Hierbei sollen die Jugendlichen sich vor allem nicht als Unterdrückter, als allein Schuldiger in einem Dialog fühlen. Sie sprechen mit einem von ihnen, wie es so schön heißt. Und sie befinden sich in einem ihnen vertrauten Umfeld, in welchem sie sich nicht unter Druck gesetzt fühlen.
Allerdings ist auch diese Methode umstritten. Wie weit soll / darf / muss man solchen Menschen entgegen kommen? Wo befindet sich die Grenze? Fragen, die so auf die Schnelle schwer zu beantworten sind, da die Grenzen bei jedem Charakter anders zu markieren sind. Dies macht die Arbeit der Streetwalker nicht gerade simpler. Aber ihr Einsatz ist eine Art mit dem Problem der Jugendkriminalität vor allem bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu begegnen. Oft eilt vielen von ihnen der Ruf voraus nicht nur gewaltbreit, sondern auch gewaltsuchend zu sein. Oft kommen diese Personen aus sozial niedrig angesiedelten Familien, in denen der Bildungsgrad nicht vorhanden ist. Inwieweit dies zusammenhängt lässt sich aus meiner Sicht schwer beurteilen. Fakt ist, dass dadurch, dass in den letzten Jahren viele Jugendeinrichtungen gestrichen worden sind, diese finanziell keine Unterstützung mehr erhielten, viele junge Menschen auf der Straße ihre „Spielwiese“ gefunden und oder eigene Regeln auf gestellt haben. Teilweise wird sogar die Staatsmacht verhöhnt.
Es gibt Kieze, in denen die Polizei die Kontrolle anscheinend hergeben musste. Und so bewegen wir uns langsam, aber sicher auf das Thema Integration zu. Auch dieser Aspekt spielt mit in dieser Statistik. Denn auch die (nicht gelungene) Integration vieler Einwandererfamilien ist sicher ein Indikator dafür, dass auffällig viele aus diesem Teil der Bevölkerung auffällig werden. Hinzu kommt noch, dass in den Familien oft nicht gut bzw. gar nicht Deutsch gesprochen wird. So kann man nur schwer Kontakt zu diesen Gruppen aufnehmen. Außerdem ist das Autoritätsprinzip ein komplett anderes, als das, welches wir im Gemeinen kennen.
Man wird sich damit anfreunden müssen, dass vor allem wieder mehr finanzielle Mittel bereitgestellt werden müssen, damit Einrichtungen, die junge Leute in der Freizeit aufsuchen können, wieder eine Existenzgrundlage haben. Dies ist kein Allerheilmittel, keines falls, aber ein Lösungsansatz. Es gibt genug Projekte, die als gutes Beispiel voran gehen.
Man muss nur den Blick in die Tageszeitungen werfen und schon springen einen die Nachrichten von Jugendlichen bzw. Banden in deren Alterklasse (nehmen wir mal die 11 – 20 Jährigen) an, die die Straßen unsicher machen. In Verbindung damit wird auch der raue Umgangston angesprochen, der unter den Mitgliedern herrscht. Dieser wird allerdings nicht nur untereinander, sondern auch ganz bewusst in der Öffentlichkeit angewandt.
Nun gibt es etliche Leute, die Vorschläge einbringen wie sich die Situation beheben lässt. Besserwisser, in manchen Fällen Personen, die zu jeder Problematik eine Lösung parat haben – also ob sie schon in den Startlöchern standen und abwarteten. Eben wie das Raubtier, dass in seinem Versteck hockt bis die Beute den Weg kreuzt. Jugendliche, meist mit Immigrationshintergrund, stehen im Mittelpunkt. Ihr merkt – es dreht sich um die Jugendkriminalität. Denn wenn man aktuell in Deutschland über die Jugend spricht, dann steht dieses Thema im Fokus. Und mit Lösungsvorschlägen verbinden vor allem die reiferen Semester dieser Republik Drillcamps. Frei nach US-Vorbild. Keine Gnade, kein Erbarmen, die Belger sollen auf die harte Tour „lernen“. Dabei wird nicht etwa sachlich das Pro und Contra abgewägt, nein, zu nächst mal steht das Positive im Vordergrund. Sicher, wo kommen wir denn dahin, wenn wir immer nur das Negative sehen wollten?
Der nicht zu übersehbare Nachteil ist, dass selbst Studien bewiesen haben, dass diese Herangehensweise absolut nicht Erfolg versprechend ist – im Gegenteil. Das Problem besteht vor allem darin, dass der Hass auf das System durch solche Maßnahmen nur intensiviert wird. Die Betroffenen schotten sich weiter ab, fühlen sich in die Ecke gedrängt. Positive Beispiel für eine präventive Maßnahme sind die Streetwalker. Diese kennen sich in der Szene aus und strahlen Autorität aus. Die meisten von ihnen gehörten früher selbst Gangs an und aus diesem Grund hat ihr Wort Gewicht. Sie sind täglich in den Problemkiezen (nehmen wir mal die von Berlin) unterwegs und treffen sich dort mit Jungendlichen, die bereits straffällig geworden sind und mit denen, die dies noch nicht ereilt hat. Hierbei sollen die Jugendlichen sich vor allem nicht als Unterdrückter, als allein Schuldiger in einem Dialog fühlen. Sie sprechen mit einem von ihnen, wie es so schön heißt. Und sie befinden sich in einem ihnen vertrauten Umfeld, in welchem sie sich nicht unter Druck gesetzt fühlen.
Allerdings ist auch diese Methode umstritten. Wie weit soll / darf / muss man solchen Menschen entgegen kommen? Wo befindet sich die Grenze? Fragen, die so auf die Schnelle schwer zu beantworten sind, da die Grenzen bei jedem Charakter anders zu markieren sind. Dies macht die Arbeit der Streetwalker nicht gerade simpler. Aber ihr Einsatz ist eine Art mit dem Problem der Jugendkriminalität vor allem bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu begegnen. Oft eilt vielen von ihnen der Ruf voraus nicht nur gewaltbreit, sondern auch gewaltsuchend zu sein. Oft kommen diese Personen aus sozial niedrig angesiedelten Familien, in denen der Bildungsgrad nicht vorhanden ist. Inwieweit dies zusammenhängt lässt sich aus meiner Sicht schwer beurteilen. Fakt ist, dass dadurch, dass in den letzten Jahren viele Jugendeinrichtungen gestrichen worden sind, diese finanziell keine Unterstützung mehr erhielten, viele junge Menschen auf der Straße ihre „Spielwiese“ gefunden und oder eigene Regeln auf gestellt haben. Teilweise wird sogar die Staatsmacht verhöhnt.
Es gibt Kieze, in denen die Polizei die Kontrolle anscheinend hergeben musste. Und so bewegen wir uns langsam, aber sicher auf das Thema Integration zu. Auch dieser Aspekt spielt mit in dieser Statistik. Denn auch die (nicht gelungene) Integration vieler Einwandererfamilien ist sicher ein Indikator dafür, dass auffällig viele aus diesem Teil der Bevölkerung auffällig werden. Hinzu kommt noch, dass in den Familien oft nicht gut bzw. gar nicht Deutsch gesprochen wird. So kann man nur schwer Kontakt zu diesen Gruppen aufnehmen. Außerdem ist das Autoritätsprinzip ein komplett anderes, als das, welches wir im Gemeinen kennen.
Man wird sich damit anfreunden müssen, dass vor allem wieder mehr finanzielle Mittel bereitgestellt werden müssen, damit Einrichtungen, die junge Leute in der Freizeit aufsuchen können, wieder eine Existenzgrundlage haben. Dies ist kein Allerheilmittel, keines falls, aber ein Lösungsansatz. Es gibt genug Projekte, die als gutes Beispiel voran gehen.
Kurzkritik "The Happening"
Anfangs des letzten Wochenendes, am Freitag, hieß es endlich mal wieder Kino-Tag!
Gesagt, getan, also ab in die UCI-Kinowelt in einem großen Einkaufszentrum in Buckow und Karten abgegriffen. Objekt der Begierde: „The Happening“. Ein Streifen vom Regisseur von „The sixth Sence“, in dem es um das beliebte Thema Naturkatastrophen geht. Und dies kann sehr gute Unterhaltung in die Kinosäle bringen, siehe „The day after Tomorrow“. Die Idee, dass ein bestimmtes Naturphänomen Unheil über die Menschheit bringt und dafür sorgt, dass der Überlebenswille getestet wird ist also nicht unbedingt neu. Jedoch ist der Ansatz dieses Films ein guter, einer, der viel versprach im Vorfeld.
Mysteriöse Todesfälle erschüttern die Ostküste der USA. Menschen bleiben einfach stehen und bringen sich auf der Stelle, auf verschiedenste Art und Weise um. Ohne erkennbaren Anlass. So stürzen sich Bauarbeiter von haushohen Baugerüsten in die Tiefe und Polizisten ziehen ohne Vorwarnung ihre Waffen und begehen Suizid. Ein Wind, der eine bestimme chemische Zusammensetzung, bedingt durch die Ausschüttung von Pflanzen, Menschen erfasst trägt diese Gase in die Atemwege der Personen. Das Gehirn wird stimuliert, der Überlebensinstinkt verschwindet. Und mit ihm auch das Schmerzempfinden, denn sämtliche Szenen, in denen sich verletzt wird gehen ohne große Ausbrüche von statten. So schneidet man sich mit Glasscherben die Pulsadern auf oder fährt mit dem Jeep mit vollem Tempo gegen Bäume. Das Grundgerüst dieses Filmes war ein kreativ hochwertiges, die Geschichte grundsätzlich gut ausgedacht, nur an der Umsetzung. An der hapert es an allen Ecken und Enden.
Was da zusammengeschustert wurde enttäuscht über weite Strecken des Films. So ist ein großes Manko, dass es zum Beispiel keine wirklich Einleitung gibt. Man wird sofort ins kalte Wasser geschmissen, sofort beginnen die Massenmorde. Dazu kommt eine Liebesgeschichte, bei der die Hauptprotaonistin nicht gerade durch geistreiche und sinnige Kommentare, sondern viel mehr durch sinnentfremdete Blick und völlig deplatzierte Beiträge glänzt. Ein Dialog, der wirklich schlüssig ist kommt praktisch nicht zu Stande. Bis zum Ende des Films wird man einen wirklich schlüssigen Dialog vermissen. Beispiel ist z. B. eine Szene, in der Wahlberg mit seiner Freundin und dem Kind seines Freundes mit einem Pflanzenzüchter fährt.
Mitten in eine sehr ausgedünnte Unterhaltung wird der Hotdog-Konsum angesprochen, wieder ein selten dummes Gesicht gezogen…der Zuschauer sitzt nur in seinem Sitz und das (vermutlich beabsichtigte) Beanspruchen der Lachmuskeln bleibt einem verwehrt. Viel mehr ist auch dieser Humor am falschen Fleck – auch in dieser Szene. Zurück bleibt der fassungslose Zuschauer, der erst mal verarbeiten muss, was sich in den letzten 90 Minuten vor ihm auf der Leinwand abgespielt hat.
Also, Leute, die 7 € lieber besser anlegen…
Euer Papzt
Gesagt, getan, also ab in die UCI-Kinowelt in einem großen Einkaufszentrum in Buckow und Karten abgegriffen. Objekt der Begierde: „The Happening“. Ein Streifen vom Regisseur von „The sixth Sence“, in dem es um das beliebte Thema Naturkatastrophen geht. Und dies kann sehr gute Unterhaltung in die Kinosäle bringen, siehe „The day after Tomorrow“. Die Idee, dass ein bestimmtes Naturphänomen Unheil über die Menschheit bringt und dafür sorgt, dass der Überlebenswille getestet wird ist also nicht unbedingt neu. Jedoch ist der Ansatz dieses Films ein guter, einer, der viel versprach im Vorfeld.
Mysteriöse Todesfälle erschüttern die Ostküste der USA. Menschen bleiben einfach stehen und bringen sich auf der Stelle, auf verschiedenste Art und Weise um. Ohne erkennbaren Anlass. So stürzen sich Bauarbeiter von haushohen Baugerüsten in die Tiefe und Polizisten ziehen ohne Vorwarnung ihre Waffen und begehen Suizid. Ein Wind, der eine bestimme chemische Zusammensetzung, bedingt durch die Ausschüttung von Pflanzen, Menschen erfasst trägt diese Gase in die Atemwege der Personen. Das Gehirn wird stimuliert, der Überlebensinstinkt verschwindet. Und mit ihm auch das Schmerzempfinden, denn sämtliche Szenen, in denen sich verletzt wird gehen ohne große Ausbrüche von statten. So schneidet man sich mit Glasscherben die Pulsadern auf oder fährt mit dem Jeep mit vollem Tempo gegen Bäume. Das Grundgerüst dieses Filmes war ein kreativ hochwertiges, die Geschichte grundsätzlich gut ausgedacht, nur an der Umsetzung. An der hapert es an allen Ecken und Enden.
Was da zusammengeschustert wurde enttäuscht über weite Strecken des Films. So ist ein großes Manko, dass es zum Beispiel keine wirklich Einleitung gibt. Man wird sofort ins kalte Wasser geschmissen, sofort beginnen die Massenmorde. Dazu kommt eine Liebesgeschichte, bei der die Hauptprotaonistin nicht gerade durch geistreiche und sinnige Kommentare, sondern viel mehr durch sinnentfremdete Blick und völlig deplatzierte Beiträge glänzt. Ein Dialog, der wirklich schlüssig ist kommt praktisch nicht zu Stande. Bis zum Ende des Films wird man einen wirklich schlüssigen Dialog vermissen. Beispiel ist z. B. eine Szene, in der Wahlberg mit seiner Freundin und dem Kind seines Freundes mit einem Pflanzenzüchter fährt.
Mitten in eine sehr ausgedünnte Unterhaltung wird der Hotdog-Konsum angesprochen, wieder ein selten dummes Gesicht gezogen…der Zuschauer sitzt nur in seinem Sitz und das (vermutlich beabsichtigte) Beanspruchen der Lachmuskeln bleibt einem verwehrt. Viel mehr ist auch dieser Humor am falschen Fleck – auch in dieser Szene. Zurück bleibt der fassungslose Zuschauer, der erst mal verarbeiten muss, was sich in den letzten 90 Minuten vor ihm auf der Leinwand abgespielt hat.
Also, Leute, die 7 € lieber besser anlegen…
Euer Papzt
Samstag, 24. Mai 2008
Die Diät, die gar keine ist
Womit, lieber Leser, verbindest Du eine Diät?
Vermutlich mit den Begriffen „Abnehmen“ bzw. „Verschlanken“. Auf jeden Fall nimmt irgendjemand oder irgendetwas ab oder verzichtet auf was auch immer. Lasst Eure Fantasie spielen. So oder so ähnlich stellt man sich das vor. Jedenfalls in realen Leben – in der Politik stellt sich so was naturgemäß ganz anders da. Hier werden ganze Gesetze anders geschrieben oder individuell angewendet. Nennen wir das Kind doch einmal bei Namen, damit klar wird weshalb ich die Diäten in der Vordergrund gestellt habe. Eine Diätenerhöhung wurde jüngst im Bundestag beschlossen. Die Abgeordneten sollten mehr gekd bekommen, dafür, dass sie sich Monat für Monat im Bundestags den Allerwertesten platt sitzen. Nun stellt das zunächst kein Verbrechen dar, wohl aber ein Zeiten wie diesen, in denen das Geld der Bürger knapp ist, eine kleine Provokation. Denn suggeriert uns die Politik nicht Woche für Woche in diversen Zeitungsinterviews wie knapp der Haushalt doch durchstrukturiert ist und wie weh es tun würde, wenn man davon jetzt außerplanmäßig Investitionen finanzieren müsste. Dies trifft vor allem für den Bundeshaushalt zu, ebenso wie auf die Länderhaushalte.
Allerdings konzertieren wir uns hierbei auf den Bund. Nun wehte den Initiatoren Gegenwind ins Gesicht, vor allem aus der Presse und auch der kleine Mann auf der Straße schüttelt einfach nur noch mit dem Kopf. Nun machten die Antreiber einen Rückzieher, aber Obacht! Nicht das ganze Unternehmen wird aufs Abstellgleis gefahren. Die Diätenerhöhung sollte in vier Schritten erfolgen und wie man dieser Tage im Radio vernehmen durfte werden lediglich zwei davon gestrichen. Moralisch einwandfrei oder eiskalte Taktik? Auch ich wunderte mich nicht minder als ich von der Gehaltssteigerung erfuhr. Die Herren von SPD und CDU begründeten den Rückzieher damit, dass man den Menschen in der heutigen Zeit einen solchen Schritt nicht plausibel erklären könne. Na ja, jedenfalls kam „erklären“ in der Erklärung vor, so viel will ich mal preisgeben. So was nenne ich doch mal ganz unverfroren SCHEISSE und deswegen landete dieses Thema auch bei mir im Blog.
Es ist nicht abzustreiten, dass Politiker, die im Bundestag sitzen in eine andere Gehaltsklasse gehören, denn rein von den Kompetenzen her wird ihnen, je nach Ressort, viel abverlangt. Dieses setzt allerdings nicht den Satz außer Kraft, dass man nie die Bodenhaftung verlieren sollte. Und das gilt auch bei den Diäten. Bereits heute verdienen Abgeordnete des Bundestags ein hübsches Sümmchen und beziehen darüber hinaus nach ihrer Tätigkeit eine passable Rente, um es mal vorsichtig auszudrücken. Und hier schließt sich der Kreis über die Diskussion von anderen Lohn – bzw. Gehaltsgruppen. Man nennt sie Top-Manager. Eine Debatte, die sicher auch weiterhin Öl ins Feuer gießen wird.....
Vermutlich mit den Begriffen „Abnehmen“ bzw. „Verschlanken“. Auf jeden Fall nimmt irgendjemand oder irgendetwas ab oder verzichtet auf was auch immer. Lasst Eure Fantasie spielen. So oder so ähnlich stellt man sich das vor. Jedenfalls in realen Leben – in der Politik stellt sich so was naturgemäß ganz anders da. Hier werden ganze Gesetze anders geschrieben oder individuell angewendet. Nennen wir das Kind doch einmal bei Namen, damit klar wird weshalb ich die Diäten in der Vordergrund gestellt habe. Eine Diätenerhöhung wurde jüngst im Bundestag beschlossen. Die Abgeordneten sollten mehr gekd bekommen, dafür, dass sie sich Monat für Monat im Bundestags den Allerwertesten platt sitzen. Nun stellt das zunächst kein Verbrechen dar, wohl aber ein Zeiten wie diesen, in denen das Geld der Bürger knapp ist, eine kleine Provokation. Denn suggeriert uns die Politik nicht Woche für Woche in diversen Zeitungsinterviews wie knapp der Haushalt doch durchstrukturiert ist und wie weh es tun würde, wenn man davon jetzt außerplanmäßig Investitionen finanzieren müsste. Dies trifft vor allem für den Bundeshaushalt zu, ebenso wie auf die Länderhaushalte.
Allerdings konzertieren wir uns hierbei auf den Bund. Nun wehte den Initiatoren Gegenwind ins Gesicht, vor allem aus der Presse und auch der kleine Mann auf der Straße schüttelt einfach nur noch mit dem Kopf. Nun machten die Antreiber einen Rückzieher, aber Obacht! Nicht das ganze Unternehmen wird aufs Abstellgleis gefahren. Die Diätenerhöhung sollte in vier Schritten erfolgen und wie man dieser Tage im Radio vernehmen durfte werden lediglich zwei davon gestrichen. Moralisch einwandfrei oder eiskalte Taktik? Auch ich wunderte mich nicht minder als ich von der Gehaltssteigerung erfuhr. Die Herren von SPD und CDU begründeten den Rückzieher damit, dass man den Menschen in der heutigen Zeit einen solchen Schritt nicht plausibel erklären könne. Na ja, jedenfalls kam „erklären“ in der Erklärung vor, so viel will ich mal preisgeben. So was nenne ich doch mal ganz unverfroren SCHEISSE und deswegen landete dieses Thema auch bei mir im Blog.
Es ist nicht abzustreiten, dass Politiker, die im Bundestag sitzen in eine andere Gehaltsklasse gehören, denn rein von den Kompetenzen her wird ihnen, je nach Ressort, viel abverlangt. Dieses setzt allerdings nicht den Satz außer Kraft, dass man nie die Bodenhaftung verlieren sollte. Und das gilt auch bei den Diäten. Bereits heute verdienen Abgeordnete des Bundestags ein hübsches Sümmchen und beziehen darüber hinaus nach ihrer Tätigkeit eine passable Rente, um es mal vorsichtig auszudrücken. Und hier schließt sich der Kreis über die Diskussion von anderen Lohn – bzw. Gehaltsgruppen. Man nennt sie Top-Manager. Eine Debatte, die sicher auch weiterhin Öl ins Feuer gießen wird.....
Mittwoch, 21. Mai 2008
Die Premiere
Endlich, der erste Post….und gleich mal einer, der sich gewaschen hat.
Passend zur Headline dieses Blogs, denn diese Woche gab es so einige Aufreger, die man intensiv aufschlüsseln und diskutieren muss. Da sind zu einen diese Preissäulen der diversen Tankstellen, die uns Tag für Tag aufs Neue schocken und diese Serie von Angriffen auf des Bürgers Portmonait will einfach nicht abreißen. Die 1,50-Marke für den Liter Super ist geknackt und jetzt gibt es wohl kein Halten mehr – vor allem für Diesel. Lange konnten die Fahrer, die diesen Kraftstoff verbrauchten noch von der Zapfsäule auf das arme Schwein gegenüber schauen, welches sich den sündhaft teueren Supersprit in die Karre transferierte. Nun ist es einigen Orts sogar schon auf die Spitze getrieben worden: Diesel kosten fressender als Superbenzin. Der Schock saß die tief und die Presse griff das Thema dann auch groß auf. Des Deutschen liebstes Kind ist ja schließlich sein Automobil und so nutzte man die Woche, um Druck auf die Mineralölkonzerne zu machen, in dem die Presse das Thema aufgriff und die Autofahrer zu Wort kommen ließ. Mir persönlich wäre es ja schob ganz lieb, wenn man an der Mineralölsteuer noch was drehen bzw. wenden könnte. Schließlich durfte man dieser Tage von einer außerordentlich guten Konjunkturentwicklung in Deutschland im ersten Quartal des aktuellen Jahres lesen. Ja, liebe Politik, ihr wollt die Bürger teilhaben lassen, an dieser positiven Entwicklung? Dann wäre hier eine Option. Bei den Spritpreisen für Entlastung sorgen, das wäre ein Signal, vor allem für die Menschen, die auf das Auto dringend angewiesen sind.
Apropos, Straßenverkehr. Diese Woche wäre ich an einem herrlichen Dienstagnachmittag fast von einem Busfahrer einer Brandenburger Busgesellschaft über den Haufen gefahren worden. Hierzu ist zu sagen, dass ich auf meinem Rennrad unterwegs war, dem Bus durch ein Ausweichen in eine Haltebucht das Überholen erleichtern wollte. Jedoch gelang es dem Fahrer nicht mich zu schlucken. Daraufhin musste ich wieder zurück auf die Fahrbahn. In diesem Moment vernehme ich von hinten ein lautes Motorengeräusch. Dieser Wahnsinnige überholt mich bei fließendem Gegenverkehr und musste wieder einschlagen. Durch die Überlänge dieses Busses musste ich in die Eisen gehen, denn sonst hätte mich das Heck fein mitgenommen. Tja, Amogbusfahrer wäre sicherlich sinnlos übertrieben, aber leichte Überschätzung kann man diesem Herren getrost vorwerfen. Wenigstens über die Länge und das Ausschwenken seines Fahrzeugs sollte er sich im Klaren sein. Auf der Straße zu kleben – das hatte ich an diesem Nachmittag (und auch in den kommenden) nicht vorgehabt.
Diese Szene erinnerte mich an andere, die mir bereits in den Jahren zuvor passiert waren, in denen ich aktiv Radsport betrieb. Im Jahr 2003 fuhr mir ein äußerst schuldbewusster und moralisch einwandfreier Bürger fast krankenhausreif. Aus einer Ausfahrt eines Reichelt (kann auch ein EDEKA gewesen sein, mein Erinnerungsvermögen lässt nach 5 Jahren doch leicht nach) wurde ich von einem wild gewordenen BMW-Fahrer attackiert. Resultat dieses Attentats war ein abgeschürfter Knöchel und ein Schockzustand bei mir. Was sich auf den Straßen von Berlin inzwischen abspielt spottet sowieso jeder Beschreibung. So muss man heute schon aufpassen, wenn man einen anderen Verkehrsteilnehmer auf sein Fehlverhalten anspricht, dass man keinen scharfen Gegenstand im Rücken zu stecken hat. Ja, dieses unkalkulierbare Risiko ist es…
Kinder, war er, der erste Post. Dies soll keine Eintagsfliege geblieben sein. Schließlich soll das hier nur der Anfang eines langen Weges sein, der von Artikel gepflastert ist, die es in sich haben. Sie sollen ein Stück weit provozieren und Diskussionen anregen.
In diesem Sinne: Es lebe der Scheisse-Blog – da wo Themen direkt bearbeitet und knallhart analysiert werden.
Euer Papzt
Passend zur Headline dieses Blogs, denn diese Woche gab es so einige Aufreger, die man intensiv aufschlüsseln und diskutieren muss. Da sind zu einen diese Preissäulen der diversen Tankstellen, die uns Tag für Tag aufs Neue schocken und diese Serie von Angriffen auf des Bürgers Portmonait will einfach nicht abreißen. Die 1,50-Marke für den Liter Super ist geknackt und jetzt gibt es wohl kein Halten mehr – vor allem für Diesel. Lange konnten die Fahrer, die diesen Kraftstoff verbrauchten noch von der Zapfsäule auf das arme Schwein gegenüber schauen, welches sich den sündhaft teueren Supersprit in die Karre transferierte. Nun ist es einigen Orts sogar schon auf die Spitze getrieben worden: Diesel kosten fressender als Superbenzin. Der Schock saß die tief und die Presse griff das Thema dann auch groß auf. Des Deutschen liebstes Kind ist ja schließlich sein Automobil und so nutzte man die Woche, um Druck auf die Mineralölkonzerne zu machen, in dem die Presse das Thema aufgriff und die Autofahrer zu Wort kommen ließ. Mir persönlich wäre es ja schob ganz lieb, wenn man an der Mineralölsteuer noch was drehen bzw. wenden könnte. Schließlich durfte man dieser Tage von einer außerordentlich guten Konjunkturentwicklung in Deutschland im ersten Quartal des aktuellen Jahres lesen. Ja, liebe Politik, ihr wollt die Bürger teilhaben lassen, an dieser positiven Entwicklung? Dann wäre hier eine Option. Bei den Spritpreisen für Entlastung sorgen, das wäre ein Signal, vor allem für die Menschen, die auf das Auto dringend angewiesen sind.
Apropos, Straßenverkehr. Diese Woche wäre ich an einem herrlichen Dienstagnachmittag fast von einem Busfahrer einer Brandenburger Busgesellschaft über den Haufen gefahren worden. Hierzu ist zu sagen, dass ich auf meinem Rennrad unterwegs war, dem Bus durch ein Ausweichen in eine Haltebucht das Überholen erleichtern wollte. Jedoch gelang es dem Fahrer nicht mich zu schlucken. Daraufhin musste ich wieder zurück auf die Fahrbahn. In diesem Moment vernehme ich von hinten ein lautes Motorengeräusch. Dieser Wahnsinnige überholt mich bei fließendem Gegenverkehr und musste wieder einschlagen. Durch die Überlänge dieses Busses musste ich in die Eisen gehen, denn sonst hätte mich das Heck fein mitgenommen. Tja, Amogbusfahrer wäre sicherlich sinnlos übertrieben, aber leichte Überschätzung kann man diesem Herren getrost vorwerfen. Wenigstens über die Länge und das Ausschwenken seines Fahrzeugs sollte er sich im Klaren sein. Auf der Straße zu kleben – das hatte ich an diesem Nachmittag (und auch in den kommenden) nicht vorgehabt.
Diese Szene erinnerte mich an andere, die mir bereits in den Jahren zuvor passiert waren, in denen ich aktiv Radsport betrieb. Im Jahr 2003 fuhr mir ein äußerst schuldbewusster und moralisch einwandfreier Bürger fast krankenhausreif. Aus einer Ausfahrt eines Reichelt (kann auch ein EDEKA gewesen sein, mein Erinnerungsvermögen lässt nach 5 Jahren doch leicht nach) wurde ich von einem wild gewordenen BMW-Fahrer attackiert. Resultat dieses Attentats war ein abgeschürfter Knöchel und ein Schockzustand bei mir. Was sich auf den Straßen von Berlin inzwischen abspielt spottet sowieso jeder Beschreibung. So muss man heute schon aufpassen, wenn man einen anderen Verkehrsteilnehmer auf sein Fehlverhalten anspricht, dass man keinen scharfen Gegenstand im Rücken zu stecken hat. Ja, dieses unkalkulierbare Risiko ist es…
Kinder, war er, der erste Post. Dies soll keine Eintagsfliege geblieben sein. Schließlich soll das hier nur der Anfang eines langen Weges sein, der von Artikel gepflastert ist, die es in sich haben. Sie sollen ein Stück weit provozieren und Diskussionen anregen.
In diesem Sinne: Es lebe der Scheisse-Blog – da wo Themen direkt bearbeitet und knallhart analysiert werden.
Euer Papzt
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