Samstag, 24. Mai 2008

Die Diät, die gar keine ist

Womit, lieber Leser, verbindest Du eine Diät?
Vermutlich mit den Begriffen „Abnehmen“ bzw. „Verschlanken“. Auf jeden Fall nimmt irgendjemand oder irgendetwas ab oder verzichtet auf was auch immer. Lasst Eure Fantasie spielen. So oder so ähnlich stellt man sich das vor. Jedenfalls in realen Leben – in der Politik stellt sich so was naturgemäß ganz anders da. Hier werden ganze Gesetze anders geschrieben oder individuell angewendet. Nennen wir das Kind doch einmal bei Namen, damit klar wird weshalb ich die Diäten in der Vordergrund gestellt habe. Eine Diätenerhöhung wurde jüngst im Bundestag beschlossen. Die Abgeordneten sollten mehr gekd bekommen, dafür, dass sie sich Monat für Monat im Bundestags den Allerwertesten platt sitzen. Nun stellt das zunächst kein Verbrechen dar, wohl aber ein Zeiten wie diesen, in denen das Geld der Bürger knapp ist, eine kleine Provokation. Denn suggeriert uns die Politik nicht Woche für Woche in diversen Zeitungsinterviews wie knapp der Haushalt doch durchstrukturiert ist und wie weh es tun würde, wenn man davon jetzt außerplanmäßig Investitionen finanzieren müsste. Dies trifft vor allem für den Bundeshaushalt zu, ebenso wie auf die Länderhaushalte.
Allerdings konzertieren wir uns hierbei auf den Bund. Nun wehte den Initiatoren Gegenwind ins Gesicht, vor allem aus der Presse und auch der kleine Mann auf der Straße schüttelt einfach nur noch mit dem Kopf. Nun machten die Antreiber einen Rückzieher, aber Obacht! Nicht das ganze Unternehmen wird aufs Abstellgleis gefahren. Die Diätenerhöhung sollte in vier Schritten erfolgen und wie man dieser Tage im Radio vernehmen durfte werden lediglich zwei davon gestrichen. Moralisch einwandfrei oder eiskalte Taktik? Auch ich wunderte mich nicht minder als ich von der Gehaltssteigerung erfuhr. Die Herren von SPD und CDU begründeten den Rückzieher damit, dass man den Menschen in der heutigen Zeit einen solchen Schritt nicht plausibel erklären könne. Na ja, jedenfalls kam „erklären“ in der Erklärung vor, so viel will ich mal preisgeben. So was nenne ich doch mal ganz unverfroren SCHEISSE und deswegen landete dieses Thema auch bei mir im Blog.
Es ist nicht abzustreiten, dass Politiker, die im Bundestag sitzen in eine andere Gehaltsklasse gehören, denn rein von den Kompetenzen her wird ihnen, je nach Ressort, viel abverlangt. Dieses setzt allerdings nicht den Satz außer Kraft, dass man nie die Bodenhaftung verlieren sollte. Und das gilt auch bei den Diäten. Bereits heute verdienen Abgeordnete des Bundestags ein hübsches Sümmchen und beziehen darüber hinaus nach ihrer Tätigkeit eine passable Rente, um es mal vorsichtig auszudrücken. Und hier schließt sich der Kreis über die Diskussion von anderen Lohn – bzw. Gehaltsgruppen. Man nennt sie Top-Manager. Eine Debatte, die sicher auch weiterhin Öl ins Feuer gießen wird.....

Mittwoch, 21. Mai 2008

Die Premiere

Endlich, der erste Post….und gleich mal einer, der sich gewaschen hat.
Passend zur Headline dieses Blogs, denn diese Woche gab es so einige Aufreger, die man intensiv aufschlüsseln und diskutieren muss. Da sind zu einen diese Preissäulen der diversen Tankstellen, die uns Tag für Tag aufs Neue schocken und diese Serie von Angriffen auf des Bürgers Portmonait will einfach nicht abreißen. Die 1,50-Marke für den Liter Super ist geknackt und jetzt gibt es wohl kein Halten mehr – vor allem für Diesel. Lange konnten die Fahrer, die diesen Kraftstoff verbrauchten noch von der Zapfsäule auf das arme Schwein gegenüber schauen, welches sich den sündhaft teueren Supersprit in die Karre transferierte. Nun ist es einigen Orts sogar schon auf die Spitze getrieben worden: Diesel kosten fressender als Superbenzin. Der Schock saß die tief und die Presse griff das Thema dann auch groß auf. Des Deutschen liebstes Kind ist ja schließlich sein Automobil und so nutzte man die Woche, um Druck auf die Mineralölkonzerne zu machen, in dem die Presse das Thema aufgriff und die Autofahrer zu Wort kommen ließ. Mir persönlich wäre es ja schob ganz lieb, wenn man an der Mineralölsteuer noch was drehen bzw. wenden könnte. Schließlich durfte man dieser Tage von einer außerordentlich guten Konjunkturentwicklung in Deutschland im ersten Quartal des aktuellen Jahres lesen. Ja, liebe Politik, ihr wollt die Bürger teilhaben lassen, an dieser positiven Entwicklung? Dann wäre hier eine Option. Bei den Spritpreisen für Entlastung sorgen, das wäre ein Signal, vor allem für die Menschen, die auf das Auto dringend angewiesen sind.
Apropos, Straßenverkehr. Diese Woche wäre ich an einem herrlichen Dienstagnachmittag fast von einem Busfahrer einer Brandenburger Busgesellschaft über den Haufen gefahren worden. Hierzu ist zu sagen, dass ich auf meinem Rennrad unterwegs war, dem Bus durch ein Ausweichen in eine Haltebucht das Überholen erleichtern wollte. Jedoch gelang es dem Fahrer nicht mich zu schlucken. Daraufhin musste ich wieder zurück auf die Fahrbahn. In diesem Moment vernehme ich von hinten ein lautes Motorengeräusch. Dieser Wahnsinnige überholt mich bei fließendem Gegenverkehr und musste wieder einschlagen. Durch die Überlänge dieses Busses musste ich in die Eisen gehen, denn sonst hätte mich das Heck fein mitgenommen. Tja, Amogbusfahrer wäre sicherlich sinnlos übertrieben, aber leichte Überschätzung kann man diesem Herren getrost vorwerfen. Wenigstens über die Länge und das Ausschwenken seines Fahrzeugs sollte er sich im Klaren sein. Auf der Straße zu kleben – das hatte ich an diesem Nachmittag (und auch in den kommenden) nicht vorgehabt.
Diese Szene erinnerte mich an andere, die mir bereits in den Jahren zuvor passiert waren, in denen ich aktiv Radsport betrieb. Im Jahr 2003 fuhr mir ein äußerst schuldbewusster und moralisch einwandfreier Bürger fast krankenhausreif. Aus einer Ausfahrt eines Reichelt (kann auch ein EDEKA gewesen sein, mein Erinnerungsvermögen lässt nach 5 Jahren doch leicht nach) wurde ich von einem wild gewordenen BMW-Fahrer attackiert. Resultat dieses Attentats war ein abgeschürfter Knöchel und ein Schockzustand bei mir. Was sich auf den Straßen von Berlin inzwischen abspielt spottet sowieso jeder Beschreibung. So muss man heute schon aufpassen, wenn man einen anderen Verkehrsteilnehmer auf sein Fehlverhalten anspricht, dass man keinen scharfen Gegenstand im Rücken zu stecken hat. Ja, dieses unkalkulierbare Risiko ist es…
Kinder, war er, der erste Post. Dies soll keine Eintagsfliege geblieben sein. Schließlich soll das hier nur der Anfang eines langen Weges sein, der von Artikel gepflastert ist, die es in sich haben. Sie sollen ein Stück weit provozieren und Diskussionen anregen.
In diesem Sinne: Es lebe der Scheisse-Blog – da wo Themen direkt bearbeitet und knallhart analysiert werden.

Euer Papzt