Samstag, 26. Juli 2008

Doping ja, aber nur medienwirksam

Seit einem Jahr ist das Thema Doping im Radsport wird in den TV-Sendern und anderen bekannten Medien ganz oben auf die Agenda gesetzt und mit Genuss bis auf die Knochen ausgeschlachtet. Und dem Beobachter, der vielleicht nicht so tief im Radsport steckt, dem wird dieser Sport in ein Licht gerückt, welches ihm suggeriert, dass erst seit ein paar Monaten (systematisch) gedopt wird. Zumindest erwecken z. B. die öffentlich rechtlichen Sender (ARD, ZDF) aus meiner Sicht diesen Eindruck, da sie im Jahr 2007 mitten während der Rundfahrt die Übertragung abbrachen. Grund war der Dopingfall Patrik Sinkewitz vom damaligen Team T-Mobile. Er stand nicht alleine da, sondern reihte sich ein in die Gilde anderer Fahrer, die ebenfalls auf ein verbotenes Präparat getestet wurden. Zu beachten ist dabei das falsche Spiel, was die Sender damit betrieben haben – ja fast schon verlogen, denn im Jahr 2006 wurden bereits im Vorfeld (!) der Tour Fahrer wie Ivan Basso, Jan Ullrich oder Oscar Sevilla von der Tour ausgeschlossen. Unter anderem ihre Namen tauchten auf einer Liste auf, die spanische Ermittler veröffentlichten. Sie stammt vom Teamarzt Eufemiano Fuentes des ehm. Teams Liberty Seguros. Sie enthielt eine Art verschlüsselte Namen, die man allerdings im Zuge der Ermittlungen zuordnen konnte und somit die Namen sicherstellte. Dieser Ruck, diese Erschütterung für alle deutschen Radsportfans und Sponsoren wurde von den Gazetten zwar dankbar angenommen, allerdings schein das die für die Tourübertragung verantwortlichen Sender ARD und ZDF nicht von all zu großer Relevanz zu sein, denn sie brachen ihre Übertragung nicht, nein, sie sendeten weiter. Aber anstatt in den Kommentaren das Hauptaugenmerk auf den Sport zu legen (wenn man sich schon einverstanden erklärte weiter zu übertragen) wurde ein großes Zeitfenster dafür umfunktioniert sich über die aktuellen Ereignisse im Fall Fuentes auszutauschen.
Nicht, dass ich hier falsch interpretiert werde: Ich bin für den Dialog und für die Debatte. Aber sie gehört nicht in eine Übertragung der Tour, sondern in die Extras vor und nach den Rennen bzw. in spezielle Sendeformate. Dies geschah nicht, stattdessen füllte man die 5 Stunden Sendezeit dann damit, dass man die Vita eines jeden Fahrers noch mal durchging und die Möglichkeit versuchte zu klassifizieren, dass er verbotene Substanzen verwende. Das kann es selbstverständlich nicht und darf es auch nicht sein. Im Jahr 2007 ziehen sich dann auf einmal die öffentlich rechtlichen Anstalten von der Tourübertragung zurück, wie schon oben angeführt. Es sollte wohl als ein Zeichen gegen den „unfairen Sport“ interpretiert werden. Jedenfalls wurde es – das sollte nicht unerwähnt – bleiben nicht im Kollektiv positiv aufgenommen. So Leute wie zum Beispiel meine Wenigkeiten hatten mit dieser Verfahrensweise ein Problem. In meinen Augen ist der pure Aktionismus gewesen. Man gab dem Druck von außen, vor allem dem politischen, nach und stellte die Übertragung im Zuge dessen ein. Kurz vor Ultimo sprang damals der Privat-Sender Sat.1 für die Empfänger von Free-TV ein, damit die, die diese Tour weiterverfolgen wollten die Bilder nach Hause geliefert bekamen.
Dieses ist nur das gute Recht derer, die sich die Rundfahrt weiterhin anschauen wollten. Nun erntete dieser Schritt Kritik aus der Politik und aus den anderen Medien. Und hier muss ich den Hebel entschlossen ansetzen, denn die Reaktionen im Sommer 2007 gingen mir persönlich entschieden zu weit! Wie kann es sein, dass man wirklich geglaubt hat, dass im Jahr 2001 z. B. ein Lance Armstrong (der mal an Hodenkrebs litt) locker leicht Berge mit 15 % Steigung erklimmt und dabei wirklich alle hinter sich lässt? Wie kann es sein, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit bei den Etappen oder auch der Gesamtschnitt der Tour Jahr für Jahr immer weiter steigen? Es ist doch Fakt, dass der menschliche Körper irgendwann an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit angelangt ist. Und dies ist im Radsport schon passiert. Die Menschen an den Fernsehschirmen wollen aber mehr sehen, sie wollen immer mehr Level sehen. Die Sponsoren üben Druck auf die Fahrer aus. Klar, viele fahren auch um ihre Zukunft im Radsport, das heißt nicht selten auch um die finanzielle Aussicht. Die immense Angst und auch die bereits genanten Faktoren können dazu führen, dass ein Sportler sich illegaler Mittelchen bedient. Das heißt nicht, dass ich gutheiße was passiert. Schließlich schaden diese Fahrer nicht nur dem Sport, sondern auch sich selbst. Das Risiko bei gewissen Präparaten z.B. Blutgerinnsel (das Blut verklumpt in den Adern) zu erleiden ist hoch.
Man geht ein gesundheitliches Risiko ein, welches nicht außer Acht zu lassen ist. Nicht zu vergessen ist auch, dass sich Doping im Radsport besser verkaufen lässt als z.B. in der Leichtathletik oder im Fußball. So ist es zum Beispiel dem englischen Nationalverteidiger und Machester Spieler Rio Ferdinand passiert, dass er im Jahr 2003 einen Dopingtest verstreichen ließ bzw. vergaß und er somit für eine Dauer von 8 Monaten aus dem Spielbetrieb genommen wurde. Dies ist nur ein Fall, ein prominenter, von vielen, die sich im Bereich des Fußballs ereignen, jedoch nicht mal halb so viel Medienecho hervorrufen.

Montag, 14. Juli 2008

Ein Kommentar

Hellbraun

Die NPD gibt sich öffentlich weichgespült, bürgernah. Erst wenn die Kameras und Mikrofone vermeintlich nicht mehr in Hör- bzw. Sehweite sind, fällt die Maske.


Die NPD, sie stand noch vor ein paar Jahren für offene Bekenntnisse zum Rechtsradikalismus, eine Partei, die kein Blatt vor den Mund nimmt, die sich offen verfassungsfeindlich verhält. Plumpe, braune Hasstiraden geben Ausländer und die deutliche Distanzierung zur Demokratie und dem Rechts - bzw. Verfassungsstaat. Sie behauptet, dass die heutigen Staatsgrenzen der Bundesrepublik nicht rechtens gesetzt worden sind, sondern durch die „Besatzer“ nach 1945 gezielt gezogen wurden. Nur ein Auszug, ein kleiner aus dem, für was die NPD steht. Inhaltlich kann man noch tiefer einsteigen, dies würde jedoch der Überschrift nicht gerecht werden, denn in diesem Text soll vor allem behandelt werden wie die NDP ihre Botschaften an die Wähler bringt bzw. wie sie sie „aufmotzt“, in eine trügerische Verpackung steckt. Die Strategie ist nämlich inzwischen eine komplett andere, als, die man noch vor 10 Jahren führte. Auch Frauen werden immer mehr für den Bauernfang eingespannt. Ein psychologischer Schachzug. Frauen gelten gemein hin wohl als gesellschaftsfähiger und sollen ein anderes, positiveres Bild der „Braunen-Soße“ vermitteln. Sie kommen harmlos daher, organisieren Sommerfeste mit und beteiligen sich auch aktiv am Geschehen bei den Veranstaltungen. Ihre Lebensläufe lesen sich unauffällig. Ist man nicht informiert, so würde man bei einigen Funktionärinnen nicht im Entferntesten auf den Gedanken kommen, sie stünden in Verbindung mit einer verfassungsfeindlichen Partei. Möchte man ihnen das entlocken, was sich in ihrer Gedankenswelt abspielt, so wird man enttäuscht sein, da sie es nicht offen preisgeben werden. Deutliche Interviews, die keinen Zweifel daran hegen, was die Partei als Ziel hat und welche Persönlichkeiten da tatsächlich in Anzug und Krawatte herumspazieren, sind unerwünscht in der rechtsextremen Partei. Ein gutes Beispiel dafür ist der ehemalige NPD Abgeordnete im Sächsischen Landtag, Klaus-Jürgen Menzel. Der am 22. März 1940 geborene NPD-Politiker ist durch seine deutlichen Aussagen Pro Hitler ausgeschlossen worden. Am 11.11.2006 gibt es der ARD-Sendung „Panorama“ ein Interview, welches ihn sein Mandat kosten wird: „Zum Führer stehe ich nach wie vor. Da gibt’s kein Vertun.“ Ein Graus für die Oberen der Partei, die solche Sätze nicht hören wollen. Mit großer Wahrscheinlichkeit aber im Geiste selbst formulieren. Jedoch, es passt nicht ins brave Bild zum neuen Image der Rechten. Außerdem besitzt Menzel eine befleckte Vita. Er selbst hatte ende der 1990er Jahre Agrarsubventionen von der EU eingestrichen und dies zu Unrecht. Es handelte sich um die s. g. „Flächenstilllegungsprämie“, die Menzel zurückzahlen musste. Ein Mann, der anscheinend nicht mehr das Anforderungsprofil der Partei erfüllt und von der Fraktion ausgeschlossen wurde.
Doch widmen wir uns wieder dem Alltagsleben, in dem sich die NPD zu etablieren zu versucht. Hierbei nutzt sie vor allem die Lücken, die die klassischen Volksparteien hinterlassen haben. Auf dem Land werden Jugend-Clubs geschlossen und Sportvereine können finanziell nicht mehr auf eigenen Beinen stehen. Hier fährt die braune Garde ihre Krallen aus und bohrt sie in diese Räume. So ist es inzwischen keine Seltenheit mehr, dass Rechtsextreme den Sport nutzten, um Nachwuchs zu rekrutieren. Die Feinde der Demokratie sponsern Vereine oder gründen zum Teil komplett neue Verbunde. Hier schaffen sie ein Zentrum, viele Jugendliche sehen wieder einen Sinn in ihrer Freizeit. Der perfekte Köder. Ein Magazin der ARD warf in einem Bericht über dieses Phänomen einen Blick auf solche neu gegründeten, meist Fußballvereine, und schon ein Schwenk mit der Kamera verriet mehr als einem lieb sein mochte. Trikots mit der Nummer „18“ (Die Zahlen stehen für die Buchstaben „A“ und „H“ im Alphabet – Die Abkürzung für Adolf Hitler) sind keine Seltenheit. Auch eindeutige Abbildungen auf T-Shirts sind zu sichten und lassen die Gesinnung vieler der Vereinsmitglieder an die Oberfläche kriechen. Gemächlich, aber verständlich. Doch der noch viel mächtigere Schock folgte noch auf dem Fuß. Die Mutter eines jungen Spielers wurde auf die eindeutigen Botschaften eingesprochen, die vom Shirt ihres Nachwuchses prangern und was sie davon halte. Ob sie sich distanziere. Nur Gemurmel, unverständlich, unentschlossen – da wollte sich jemand bedeckt halten. Doch dann, eine Antwort, die mehr sagt, als sich die Dame es wohl ausgemalt hat: „Ich werde mich dazu nicht äußern.“
Aber was nützt es, wenn sich gewisse (prominente) Persönlichkeiten in Talkshows oder auf großen Galas selbst beweihräuchern und die NDP wie auch den Rechtsextremismus und den Rassismus verurteilen. Dort sind oft die zugegen, die bereites geläutert sind, jedoch nicht der Personenkreis, den es eigentlich betrifft. In vielen Landstrichen hat haben rechte Kameradschaften im Verbund mit der NPD das Heft in die Hand genommen. Die Menschen fressen ihnen aus der Hand, weil sie die Hoffnung auf Unterstützung aus der Politik begraben haben. Alleine das ist ein Armutszeugnis für die demokratischen Parteien, die doch gerade hier Aktionismus zeigen müssten, um diesen Bauernfang zu stoppen!
Man darf nicht immer mehr Bereiche in der Gesellschaft fast kampflos herschenken…

Sonntag, 6. Juli 2008

Kommentar: Unbelehrbar, unruhig, unfreundlich, gefährlich – unerziehbar?

Die Jugend (von heute) hat einen mehr oder weniger ramponierten Ruf.
Man muss nur den Blick in die Tageszeitungen werfen und schon springen einen die Nachrichten von Jugendlichen bzw. Banden in deren Alterklasse (nehmen wir mal die 11 – 20 Jährigen) an, die die Straßen unsicher machen. In Verbindung damit wird auch der raue Umgangston angesprochen, der unter den Mitgliedern herrscht. Dieser wird allerdings nicht nur untereinander, sondern auch ganz bewusst in der Öffentlichkeit angewandt.
Nun gibt es etliche Leute, die Vorschläge einbringen wie sich die Situation beheben lässt. Besserwisser, in manchen Fällen Personen, die zu jeder Problematik eine Lösung parat haben – also ob sie schon in den Startlöchern standen und abwarteten. Eben wie das Raubtier, dass in seinem Versteck hockt bis die Beute den Weg kreuzt. Jugendliche, meist mit Immigrationshintergrund, stehen im Mittelpunkt. Ihr merkt – es dreht sich um die Jugendkriminalität. Denn wenn man aktuell in Deutschland über die Jugend spricht, dann steht dieses Thema im Fokus. Und mit Lösungsvorschlägen verbinden vor allem die reiferen Semester dieser Republik Drillcamps. Frei nach US-Vorbild. Keine Gnade, kein Erbarmen, die Belger sollen auf die harte Tour „lernen“. Dabei wird nicht etwa sachlich das Pro und Contra abgewägt, nein, zu nächst mal steht das Positive im Vordergrund. Sicher, wo kommen wir denn dahin, wenn wir immer nur das Negative sehen wollten?
Der nicht zu übersehbare Nachteil ist, dass selbst Studien bewiesen haben, dass diese Herangehensweise absolut nicht Erfolg versprechend ist – im Gegenteil. Das Problem besteht vor allem darin, dass der Hass auf das System durch solche Maßnahmen nur intensiviert wird. Die Betroffenen schotten sich weiter ab, fühlen sich in die Ecke gedrängt. Positive Beispiel für eine präventive Maßnahme sind die Streetwalker. Diese kennen sich in der Szene aus und strahlen Autorität aus. Die meisten von ihnen gehörten früher selbst Gangs an und aus diesem Grund hat ihr Wort Gewicht. Sie sind täglich in den Problemkiezen (nehmen wir mal die von Berlin) unterwegs und treffen sich dort mit Jungendlichen, die bereits straffällig geworden sind und mit denen, die dies noch nicht ereilt hat. Hierbei sollen die Jugendlichen sich vor allem nicht als Unterdrückter, als allein Schuldiger in einem Dialog fühlen. Sie sprechen mit einem von ihnen, wie es so schön heißt. Und sie befinden sich in einem ihnen vertrauten Umfeld, in welchem sie sich nicht unter Druck gesetzt fühlen.
Allerdings ist auch diese Methode umstritten. Wie weit soll / darf / muss man solchen Menschen entgegen kommen? Wo befindet sich die Grenze? Fragen, die so auf die Schnelle schwer zu beantworten sind, da die Grenzen bei jedem Charakter anders zu markieren sind. Dies macht die Arbeit der Streetwalker nicht gerade simpler. Aber ihr Einsatz ist eine Art mit dem Problem der Jugendkriminalität vor allem bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu begegnen. Oft eilt vielen von ihnen der Ruf voraus nicht nur gewaltbreit, sondern auch gewaltsuchend zu sein. Oft kommen diese Personen aus sozial niedrig angesiedelten Familien, in denen der Bildungsgrad nicht vorhanden ist. Inwieweit dies zusammenhängt lässt sich aus meiner Sicht schwer beurteilen. Fakt ist, dass dadurch, dass in den letzten Jahren viele Jugendeinrichtungen gestrichen worden sind, diese finanziell keine Unterstützung mehr erhielten, viele junge Menschen auf der Straße ihre „Spielwiese“ gefunden und oder eigene Regeln auf gestellt haben. Teilweise wird sogar die Staatsmacht verhöhnt.
Es gibt Kieze, in denen die Polizei die Kontrolle anscheinend hergeben musste. Und so bewegen wir uns langsam, aber sicher auf das Thema Integration zu. Auch dieser Aspekt spielt mit in dieser Statistik. Denn auch die (nicht gelungene) Integration vieler Einwandererfamilien ist sicher ein Indikator dafür, dass auffällig viele aus diesem Teil der Bevölkerung auffällig werden. Hinzu kommt noch, dass in den Familien oft nicht gut bzw. gar nicht Deutsch gesprochen wird. So kann man nur schwer Kontakt zu diesen Gruppen aufnehmen. Außerdem ist das Autoritätsprinzip ein komplett anderes, als das, welches wir im Gemeinen kennen.
Man wird sich damit anfreunden müssen, dass vor allem wieder mehr finanzielle Mittel bereitgestellt werden müssen, damit Einrichtungen, die junge Leute in der Freizeit aufsuchen können, wieder eine Existenzgrundlage haben. Dies ist kein Allerheilmittel, keines falls, aber ein Lösungsansatz. Es gibt genug Projekte, die als gutes Beispiel voran gehen.

Kurzkritik "The Happening"

Anfangs des letzten Wochenendes, am Freitag, hieß es endlich mal wieder Kino-Tag!
Gesagt, getan, also ab in die UCI-Kinowelt in einem großen Einkaufszentrum in Buckow und Karten abgegriffen. Objekt der Begierde: „The Happening“. Ein Streifen vom Regisseur von „The sixth Sence“, in dem es um das beliebte Thema Naturkatastrophen geht. Und dies kann sehr gute Unterhaltung in die Kinosäle bringen, siehe „The day after Tomorrow“. Die Idee, dass ein bestimmtes Naturphänomen Unheil über die Menschheit bringt und dafür sorgt, dass der Überlebenswille getestet wird ist also nicht unbedingt neu. Jedoch ist der Ansatz dieses Films ein guter, einer, der viel versprach im Vorfeld.
Mysteriöse Todesfälle erschüttern die Ostküste der USA. Menschen bleiben einfach stehen und bringen sich auf der Stelle, auf verschiedenste Art und Weise um. Ohne erkennbaren Anlass. So stürzen sich Bauarbeiter von haushohen Baugerüsten in die Tiefe und Polizisten ziehen ohne Vorwarnung ihre Waffen und begehen Suizid. Ein Wind, der eine bestimme chemische Zusammensetzung, bedingt durch die Ausschüttung von Pflanzen, Menschen erfasst trägt diese Gase in die Atemwege der Personen. Das Gehirn wird stimuliert, der Überlebensinstinkt verschwindet. Und mit ihm auch das Schmerzempfinden, denn sämtliche Szenen, in denen sich verletzt wird gehen ohne große Ausbrüche von statten. So schneidet man sich mit Glasscherben die Pulsadern auf oder fährt mit dem Jeep mit vollem Tempo gegen Bäume. Das Grundgerüst dieses Filmes war ein kreativ hochwertiges, die Geschichte grundsätzlich gut ausgedacht, nur an der Umsetzung. An der hapert es an allen Ecken und Enden.
Was da zusammengeschustert wurde enttäuscht über weite Strecken des Films. So ist ein großes Manko, dass es zum Beispiel keine wirklich Einleitung gibt. Man wird sofort ins kalte Wasser geschmissen, sofort beginnen die Massenmorde. Dazu kommt eine Liebesgeschichte, bei der die Hauptprotaonistin nicht gerade durch geistreiche und sinnige Kommentare, sondern viel mehr durch sinnentfremdete Blick und völlig deplatzierte Beiträge glänzt. Ein Dialog, der wirklich schlüssig ist kommt praktisch nicht zu Stande. Bis zum Ende des Films wird man einen wirklich schlüssigen Dialog vermissen. Beispiel ist z. B. eine Szene, in der Wahlberg mit seiner Freundin und dem Kind seines Freundes mit einem Pflanzenzüchter fährt.
Mitten in eine sehr ausgedünnte Unterhaltung wird der Hotdog-Konsum angesprochen, wieder ein selten dummes Gesicht gezogen…der Zuschauer sitzt nur in seinem Sitz und das (vermutlich beabsichtigte) Beanspruchen der Lachmuskeln bleibt einem verwehrt. Viel mehr ist auch dieser Humor am falschen Fleck – auch in dieser Szene. Zurück bleibt der fassungslose Zuschauer, der erst mal verarbeiten muss, was sich in den letzten 90 Minuten vor ihm auf der Leinwand abgespielt hat.
Also, Leute, die 7 € lieber besser anlegen…

Euer Papzt