Kritiken über diese Kette, die größte in Deutschland, die 100 Studios deutschlandweit betreibt, gibt es zu genüge. Doch wie objektiv und berechtigt sind diese? Oft ist von mangelndem Service und von Horden mit Migrationshintergrund die Rede, die einen entsprechend fixieren würden, mit dem klaren Ziel auf Streit aus zu sein. Es handelt sich hierbei nur um einen Auszug der Punkte, die als negativ gelten, was ich so auch überhaupt nicht in Frage stellen möchte. Was ich allerdings anzweifle ist, dass die Verfasser solcher Kritiken sich wirklich mehr als ein Studio zu Gemüte geführt haben – mehr als ein Mc Fit (!) Studio. Hier möchte ich den Hebel ansetzten. Ich möchte eine nach Möglichkeit objektive Kritik anbringen, die ausgewogen und fair gegenüber dem Unternehmen geschrieben ist. Denn alles in Grund und Boden reden, das ist einfach. Alle Bereiche sollen mit einbezogen werden: Trainer, Hygiene, Geräte, Größe der Räume bzw. des Studios, Umfeld und Besucher / Mitglieder.
Zu nächst möchte ich darauf hinweisen, dass ich seit einem Jahr Mitglied bei Mc Fit bin. Aufmerksam geworden auf diese Studios bin ich durch einen Freund, der bei mir (natürlich) mit dem Preis wuchern konnte. Und hier liegt ein ganz entscheidender Effekt, den sich Mc Fit zu Nutze macht. Der monatlich zu entrichtende Mitgliedsbeitrag wurde zwar in den letzten 3 Jahren von 15,90 € auf der 16,90 € erhöht, was aber nicht weiter relevant ins Gewicht fällt. Ein auffallend geringer Beitrag, doch nicht nur das. Darüber hinaus bestehen Öffnungszeiten, die praktisch für jeden Typ ein passendes Zeitfenster offen halten: Rund um die Uhr. Selbst an Feiertragen kann man, wenn man möchte, dem Training nachgehen. Sicher kann man in diesem Punkt darüber streiten wie sinnig es ist so ein Studio noch um 2 Uhr Nachts offen zu halten, zu mal sich um diese Zeit nur noch eine Nachwache im Studio befindet. Der Gerätepark erstreckt sich zufrieden stellend, jedoch nicht perfekt. In den Stoßzeiten können Wartezeiten entstehen, die sich in den drei Studios, die ich bisher besuchte, im Rahmen hielten. Der humane Preis wird vor allem dadurch realisiert, dass an Personal drastisch gespart wird. Es gibt eine Service-Kraft und zwei Trainer. So zumindest ist die Bestückung in den Studios, die mir bekannt sind. Die Konsequenz ist, dass die Trainer wenig Zeit für die Einweisung an den Geräten haben. Ein Minus, vor allem für Neulinge und Personen, die Kursangebote oder Saunen in Anspruch nehmen möchte. Diese Bereich sind komplett ausgespart – es geht ums Trainieren, nur darum. Was mir besonders negativ aufgestoßen ist, dass die Trainer oft an (zum Großteil) Jugendlichen vorbei laufen, die die Geräte fehlerhaft nutzen, ohne sie dabei wenigstens auf die korrekte Anwendung hinzuweisen. Dem Preis als Argument fehlt hier jegliche Basis. Wenn Trainer da sind und registrieren, dass eine falsche Handhabung vorliegt, dann müssen sie zumindest reagieren. Die Hinweistafeln alleine, die neben jedem Gerät eingelassen sind reichen oft nicht aus. Legt man also wert auf die vielen Extras und eine umfassende Betreuung sowie eventuell einen lockeren Cocktail nach dem Training, so ist Mc Fit sicher die falsche Adresse. Dort geht es alleine ums Trainieren, ohne jeden Schnickschnack. Im meinem „Stammstudio“ stimmt darüber hinaus glücklicher Weise auch die Hygiene, so viel darf ich schon mal guten Gewissens sagen. Auch die WC’s sind nutzbar, ohne dass einem übel wird oder man Ausschlag bekommt. Diesen Zustand kann man nicht allen Studios bescheinigen. Hier gibt es deutliche Differenzen zu verzeichnen. Auch das Klientel, welches sich in den Studios bewegt weist regional wesentliche Unterschiede auf. Pauschalisieren lässt sich da nichts, das Einzige, was ich feststellen konnte war, dass ich durchaus nette Gespräche führen und auch in Ruhe trainieren konnte. Dass der Preis so ziemlich alle Schichten anzieht versteht sich von selbst. Ärger habe ich nie miterlebt. Allerdings gehe ich fest davon aus, dass es Studios gibt, die man besser nicht betreten sollte, wenn man kein dickes Fell hat. Auch das Thema „Trainer“ sollte noch mal angeschnitten werden. Auch hier bestehen zuweilen himmelweite Unterschiede. Sind die Trainer in dem einen Studio nur mit dem Auf- und Abgehen beschäftigt und werfen einem ab und zu einen Blick zu, so sind sie in dem anderen äußerst aufmerksam und reagieren sofort, wenn sie mitbekommen, dass ein Gerät falsch gehandhabt wird. Ein nicht zu vernachlässigender Faktor, denn falsches „Handling“ kann zu Verletzungen und langfristigen Schäden führen. Der Muskelnavigator, eine große dreiflächige Tafel, die meist zentral steht, soll auch ein Stück das Personal ersetzten. Hier wird mittels Bildern erläutert wo man welche Muskelgruppen trainieren kann. Man versucht also den kalkulierten Personalmangel durch Hinweistafeln auszugleichen.
Für mich persönlich ist das Konzept ideal. Allerdings auch aus dem Grund, dass ich mein eigens Programm habe und es bei jedem Besuch nahezu analog zum letzten Besuch abspule. Kurse z. B. würde ich nur selten bis gar nicht nutzten und ein Saunaangebot ist für mich ebenso uninteressant. Für solche Möglichkeiten nutzte ich lieber Thermen, in denen ich mich dann zu 100 % entspanne und von Sport nichts wisse möchte. Die Öffnungszeiten und der Preis – zwei schlagende Argumente, die nur schwer zu wegzudiskutieren sind. In den kleineren Studios, in denen ich zuvor war (von der Schule aus angemeldet) bieten im Vergleich sehr eingeschränkte Öffnungszeiten. Am meisten ein Dorn im Auge ist mir, dass man in einem dort z. B. vor 9 Uhr nicht trainieren konnte. Bei der geografischen Platzierung der Studios haben sich die McFit-Macher etwas Raffiniertes ausgedacht. Schließlich geht es bei dem Monatsbeitrag vor allem um die Masse der Mitglieder. Irgendwo muss so ein Studio ja auch etwas abwerfen. Und aus diesem Grund sind Mc Fit Studios vor allem in Ballungszentren wie dem Ruhrgebiet und Berlin präsent. Und wir sprechen hier nicht von vier oder fünf Studios. 14 Studios alleine in Berlin und 34 in Nordrein Westfalen betrieb die Mc Fit Fitness GmbH. Deutschlandweit hat Mc Fit (wie anfangs schon erwähnt, 100 Studios in Betrieb. Inzwischen hat Mc Fit in 15 von 16 Bundesländern Studios eröffnet. Nur in Brandenburg gibt es noch kein einziges, was sich jedoch ändern soll. Auffallend die Dichte dort, wo die Bevölkerung die entsprechende Dichte hat.
Resümierend bleibt anzumerken, dass der Zustand des Studios sicherlich von der Lage und dem Klientel abhängig.
Für jemanden, der noch unerfahren ist und vor allem auf Betreuung wert legt, ist bei McFit sicherlich fehl am Platz. Für alle anderen, die Trainern möchten und alleine dieses Erlebnis kostengünstig genießen wollen, sind genau richtig, bei dieser Studiokette.
Politisch, sportlich, bissig, weltoffen, hartnäckig und obendrein auch noch unabhängig.
Mittwoch, 22. Oktober 2008
Dienstag, 7. Oktober 2008
Das gute alte Sparschwein
Man sollte es wieder in Betracht ziehen, wenn’s ums Sparen geht.
Oder wie soll man die Meldungen interpretieren, die seit Tagen durch die Zeitungen geistern? Nun, genau genommen wissen wir alle ja bescheid. Große Investitionsbanken in den USA sind wie Domino-Steine gefallen und mit ihnen auch das Kapital, welches in den Banken steckte. Es waren reine Investitionsbanken, die von anderen aufgekauft wurden, damit nicht alles zusammenbricht. Diese Institute liehen ihren Kunden Geld für den Immobilienkauf und bekamen dafür als Sicherheit das Grundstück bzw. die Immobilie – simpel ausgedrückt. Außerdem ging vor einer Woche eine weitere Bank Pleite – eine Art Sparkasse, im Vergleich mit dem Bankensystem hierzulande. Und damit begann die Hysterie. Was, wenn auch in Deutschland Banken ins Wanken geraten? Was mit den Spareinlagen? Die Bundesregierung reagierte jedenfalls und die Kanzlerin ließ verbreiten, dass die Spareinlagen in Deutschland bombensicher sein, da die Regierung dafür bürgt. Gewagt, da es sich dabei um viele, viele Milliarden Euro handelt. Der Grund für diese Aussage ist die Angst davor, dass die Leute irgendwann in die Banken rennen und die Schalter stürmen, um ihr Kapital abzuziehen. Selbstverständlich ein psychologischer Trick, um die Kunden ruhig zu stellen. Denn es wäre nicht absehbar was passieren würde, wenn auf einmal massenhaft Kapital aus dem Finanzmarkt gesaugt werden würde. Nun, es wäre schon absehbar, aber die Folgen schwerwiegend und vernichtend. Man würde wahrscheinlich wieder zu alten Zeiten zurückkehren und das Sparschwein. Das Geld würde zwar nicht mehr „arbeiten“, aber es wäre sicher. Zumindest das subjektive Gefühl wäre ein Positiveres. Die Sorge, um die Ersparnisse wäre dann getilgt. Das Vertrauen in die Banken schwindet im Moment von Tag zu Tag und mit jeder neuen Hiobsbotschaft.
Oder wie soll man die Meldungen interpretieren, die seit Tagen durch die Zeitungen geistern? Nun, genau genommen wissen wir alle ja bescheid. Große Investitionsbanken in den USA sind wie Domino-Steine gefallen und mit ihnen auch das Kapital, welches in den Banken steckte. Es waren reine Investitionsbanken, die von anderen aufgekauft wurden, damit nicht alles zusammenbricht. Diese Institute liehen ihren Kunden Geld für den Immobilienkauf und bekamen dafür als Sicherheit das Grundstück bzw. die Immobilie – simpel ausgedrückt. Außerdem ging vor einer Woche eine weitere Bank Pleite – eine Art Sparkasse, im Vergleich mit dem Bankensystem hierzulande. Und damit begann die Hysterie. Was, wenn auch in Deutschland Banken ins Wanken geraten? Was mit den Spareinlagen? Die Bundesregierung reagierte jedenfalls und die Kanzlerin ließ verbreiten, dass die Spareinlagen in Deutschland bombensicher sein, da die Regierung dafür bürgt. Gewagt, da es sich dabei um viele, viele Milliarden Euro handelt. Der Grund für diese Aussage ist die Angst davor, dass die Leute irgendwann in die Banken rennen und die Schalter stürmen, um ihr Kapital abzuziehen. Selbstverständlich ein psychologischer Trick, um die Kunden ruhig zu stellen. Denn es wäre nicht absehbar was passieren würde, wenn auf einmal massenhaft Kapital aus dem Finanzmarkt gesaugt werden würde. Nun, es wäre schon absehbar, aber die Folgen schwerwiegend und vernichtend. Man würde wahrscheinlich wieder zu alten Zeiten zurückkehren und das Sparschwein. Das Geld würde zwar nicht mehr „arbeiten“, aber es wäre sicher. Zumindest das subjektive Gefühl wäre ein Positiveres. Die Sorge, um die Ersparnisse wäre dann getilgt. Das Vertrauen in die Banken schwindet im Moment von Tag zu Tag und mit jeder neuen Hiobsbotschaft.
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