Samstag, 21. Februar 2009

Jappy?

Jappy – nein, kein Hundefutter und auch keine Kinder – oder Katzenmilch.
Es handelt sich um eine nicht minder populäre Community, die unter dem Namen „Jappy“ seit 7. Juli 2002, fungiert. Hierbei geht es vorrangig darum „Freundschaften“ zu erhalten bzw. aufzubauen und im Forum aktiv zu sein. Zum Forum später noch mehr, nun aber ein genaueres Hinschauen auf die Benutzerprofile. Jedes Mitglied kann die Seite kostenlos nutzen. Es gibt keine verstecken Gebühren, das heißt auch keinen Riesenschreck am Ende des Monats, wenn eine Rechnung im Briefkasten liegt, obwohl offenkundig nicht von Kosten die Rede war. Hier also der erste angenehme Effekt. Dafür, dass keine Kosten für den User anfallen ist die Seite aufwendig gestaltet. Das Registrieren ist kinderleicht und schnell von der Hand gegangen. Wenn man dann allerdings auf die Nutzeroberfläche schaut, dann kann einem schnell schwindlig werden, denn hier kommt man ins Grübeln. Viele Funktionen, in die man sich erst einfinden muss, die nach ein paar Wochen aber im Schlaf zu bedienen sind. Man kann Alben bzw. einzelne Fotos hoch laden, es gibt eine s. g. „Begrüßungsseite“, einen „Flirt-Mode“, die „eigene Seite“ und Details zum Nutzer, wie seine Hobbys oder sein Beruf. All das ist freiwillig auszufüllen und nur ein Auszug aus den Funktionen.
Nun wird es allerdings undurchsichtig.
Um möglichst viele User dazu zu bringen die Community zu frequentieren wurde ein Credit-System installiert. Je aktiver man ist, desto mehr Credits erhält man. Welche Aktionen genau dazu führen, dass man viele „Erfahrungspunkte“ sammelt bleibt im Dunkeln. Mit den gesammelten Punkten kann man andere Mitglieder beschenken (Geschenke sind im separaten Geschenk-Shop gegen Credits zu erweben) oder neue Funktionen frei für sein persönliches Profil frei schalten.
Außerdem existiert ein Ranking von Rang 1 bis Rang 99. Man beginnt bei Rang 1 und arbeitet sich dann Stück für Stück nach vorne. Hier wurde vor allem psychologisch ein Anreiz gesetzt. Die Ränge stellen für viele User eine Motivation dar und unter anderem deswegen ist ein Teil oft auf Jappy.de unterwegs. Leider führt das System dazu, dass das Gästebuch, was jeder auf seinem Profil hat, öfters mit sinnlosen Einträgen alá „Hier, viele Grüße! Machst du mit bitte einen zurück“ etc. zugekleistert wird. Von einem schönen, persönlichen Fußabdruck kann da keine Rede sein. Jedoch ist die Option nett anzusehen, genauso wie die Gestaltung der Seite. Optisch ist das mehr als ansprechend und mit der Zeit zog Jappy über 1.000.000 Mitglieder an – manche mehr, manche weniger aktiv.
Die „eigene Seite“ dient dazu einen Einblick in die eigene Person zu geben. Eine meiner Lieblingsfunktionen, auch wenn die Begrüßungsseiten (also die Startseite eines jeden Profils) oft schon sehr aussagekräftig ist. Jedoch gilt das nicht pauschal für alle User, doch dazu später mehr.
Es gibt darüber hinaus noch ein Mail – und Chatsystem. Das Chatsystem ist in meinen Augen völlig fehl geplant, da es optisch nicht anspricht und auch sonst häufig nur am Spinnen ist. Vor allem, weil man, wenn man mit mehreren Usern kommuniziert, die Übersicht verliert und damit auch die Lust. Das Mailsystem ist nett gedacht und man kann eine gewisse Anzahl der Mails speichern, wobei das für mich von geringer Relevanz ist. Für mich ist wichtig, dass man sich auch geistig austoben kann und bequem Kontakt hält.
Wie man sein Profil gestaltet ist einem freigestellt, natürlich unter Berücksichtigung der Urheberrechte bestimmter Bilder oder Textdokumente etc. darauf weist man ausdrücklich in den Nutzungsregeln hin. Man kann und soll sogar kreativ sein und das kann man nur positiv bewerten. Auch ich nutze Jappy und muss sagen, dass die Grundidee mir sehr zusagt. Ein ordentlich gepflegtes Profil gewährt einem schon gewisse Einblicke in die Person, die dahinter steckt. Dazu die „Foto-Funktion“, die es einem erlaubt einzelne Ereignisse bzw. Bilder in Alben zusammenzufassen. So sorgt man für eine gewisse Übersicht, denn bei über 100 möglichen Bildern würde das Scrollen viel Zeit in Anspruch nehmen und die Bilder sind nicht alphabetisch sortiert, sondern nach Zeit, in der man sie gehostet hat. Also chronologisch.
Zusammengefasst: Es handelt sich um eine Art detaillierten Steckbrief der Person, die hinter dem jeweiligen Profil steht. Die Funktionen „Gästebuch“ und „Bilder“, sowie „eigene Seite“ sind spielendleicht zu erreichen.
Wie aus meinen Ausführungen schon hervorgeht: Eine empfehlenswerte Community. Das große, große, dicke Minus: Die hohe Anzahl an Usern.Es bleibt einem leider nicht verborgen, dass sich auch eine Menge geistig Minderbemittelter auf dieser Plattform bewegen. Auch das ist nicht verwunderlich, bei über 1.000.000 Usern, die auf Jappy.de einen Account besitzen. Neben Mitgliedern, die jenseits der 40 sind und auf Profilen der 14 Jährigen rum schleichen gibt es leider auch die Garde der „Gangsta“ und „Chickas“, die einen überproportional großen Anteil der Mitglieder ausmacht.
Diese sorgen dann auch ein ums andere Mal dafür, dass das eigene Gästebuch (und auch sämtliche anderen) für „Masseneinträge“ ohne Sinn, missbraucht wird. Hiervor kann man sich mittels der „Privatsphäreneinstellungen schützen, in dem der Zugang zum Gästebuch nur noch Usern aus der Freundesliste gewährt wird.
Dasselbe kann bezüglich der Galerie sagen, die man auch für bestimmte Usergruppen sperren kann. Das betrifft dann vor allem die Prävention für ungebetene Galerie-Kommentare, von denen man leider auch nicht verschont wird. Jedoch hält sich diese Unart in einem erträglichen Rahmen.
FAZIT: Summa summarum findet sich hier eine Community, die für jeden etwas bietet, ab und an jedoch etwas überladen wirkt und daher für Abstürze der Server anfällig ist.

Keine Kommentare: