Heute war es für mich nach 3 Jahren mal wieder soweit: Ich habe mein Schwinn-Fastback Rennrad klar gemacht, mich auf den Drahtesel geschwungen, mein Astana-Team-Dress angelegt und mich auf den Weg nach Potsdam gemacht.
Wieder bin ich über die Bundesstraße 1 Richtung Potsdam gefahren, habe den Schäferberg in die Knie gezwungen (sehr stolz) und fuhr in eine Sperrzone des 1/3-Marathons, der gerade zu Ende gegangen war, wie ich später im TV nachrecherchieren konnte. Viel hatte sich verändert, als ich dann später Krampnitz passierte: Das alte Kasernengelände wurde im Jahr 2007 bereits verkauft, was für reichlich Wirbel in der Landespolitik sorgte, und der Investor hat bereits gewütet und eine Luxusanlage errichtet.
Gehobene Wohnlage. Abgeschottet durch die alten Gemäuer der Kaserne, die man den Pflanzen überlassen hat, die es nun einnehmen. Auch ein oder zwei Kilometer weiter standen bis vor drei Jahren verlassene Kasernen, auch hier wurde inzwischen investiert und ein „Baumarkt“ (gehobene Kundschaft) in die Landschaft gepflanzt, der ausschließlich Blumen und Skulpturen anbietet. Aber die Gegend insgesamt ist vergleichsweise unberührt geblieben. Außer eben Krampnitz bzw. das Kasernengelände. Dies führte, wie ich in Augenschein nehmen konnte, zu einer Zunahme des Verkehrs.
Und doch ist die Gegend am Krampnitz-See unglaublich idyllisch. Für eine lange Tour auf dem Rennrad genau das Richtige. Das Wetter war angenehm, der Wind nicht zu intensiv und gegen Nachmittag passierte die Sonne das Tor, welches die Wolkendecke öffnete. In Potsdam waren an diesem Tag viele Menschen auf zwei Rädern und / oder zwei Beinen mobil. Es schien, als hätten sich am heutigen Sonntag einige animiert gefühlt, bei herrlichstem Frühlingswetter unter freiem Himmel den Tag zu genießen. An der Heerstraße dann traf man auf Gleichgesinnte, die im zügigen Tempo Richtung Eichkamp unterwegs waren. Hier hingegen war alles noch beim Alten. Auch sehr angenehm. Jedenfalls haben sich die zwei Stunden wirklich gelohnt.
Viel Neues hat man gesehen und ich konnte meinen Fitnessstand mal unter Realbedingungen prüfen.
Angekommen am Messegelände ging es parallel zur Avus dann gen Zuhause und auf dem Weg dorthin verbrauchte man dann auch die letzten Körner. Somit kann man diesen Sonntag ausgelungen bezeichnen, zu mal, ich erwähne es gerne, das Wetter super mitgespielt hat. Zwischendurch, so muss ich gesehen, habe ich mit dem Gedanken gespielt, eventuell von Potsdam aus die Route über den Süden zu befahren, also nach Babelsberg und von dort nach Stahnsdorf bzw. Teltow. Aber die Lust, mal wieder die „große Schleife“ in Angriff zu nehmen, überwog dann und so kam es dazu, dass ich auch in Krampnitz an diesen Tag ein kleines Stelldichein hatte.
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