Samstag, 26. Januar 2013

Markus Karl verlässt den 1.FC Union zum 1.FC Kaiserslautern und zeigt damit, dass es mit der bedingungslosen Vereinstreue in der heutigen Zeit vorbei ist. Auch, weil die Spieler an ihre Zukunft denken müssen.

Am 24. Januar, kurz nach der Rückkehr der Mannschaft des 1.FC Union aus dem Trainingslager und dem anschließen Testspiel gegen Lausanne im Stadion an der Alten Försterei verschwand Markus Karl aus der Hauptstadt und schloss sich dem 1.FC Kaiserslautern an, einem Verein, der gerade einmal 5 Punkte mehr als der 1.FC Union aufweist, aber in Karls Planung für eine Rückkehr in die Eliteklasse des deutschen Fußballs eine gewichtigere Rolle spielt als der 1.FC Union. Bereits in den Tagen von Spanien wurde ein Artikel in der Berliner Zeitung publiziert, der die Absichten Karls klar umriss und bereits einen Vorgeschmack auf das gab, was dann einige Tage später in Fakten gegossen wurde. Der Wechsel von Markus Karl ist von Umständen begleitet worden, die es einigen Union-Anhängern durchaus schwer machten, einen Wechsel neutral zu kommentieren. Markaus Karl erwarb sich bei den Anhängern durch seine Spielweise und vor allem sein Engagement neben dem Spielfeld durchaus Kredit. Er beteiligte sich mit dem Kauf einer Aktie zum Beispiel auch am Stadion an der Alten Försterei und gab sich darüber hinaus immer sehr volksnah.
Ich persönlich glaube Markus Karl das, allerdings wird auch ziemlich klar, dass es die rein sportliche Perspektive nicht sein kann, die ihn nach Kaiserslautern zog. Die Pfälzer haben enorme Probleme im Sportlichen, bieten dafür aber andere Reizpunkte, die sicher – und das soll kein Vorwurf sein – auch beim Gehalt liegen. Auffällig ist, dass Markus Karl im Forum doch ab und an als „Söldner“ bezeichnet wurde, ob des Wechsels. Die Frage müsste eigentlich ehr sein, auf welchen Profi dies in der heutigen Zeit nicht mehr zutrifft. Insofern tut man dem 26-jährigen sicher partiell unrecht, wenn man ihm dieses Etikett anheftet, als sei er der einzige im Team, auf den dies zutreffe. Vielmehr muss man sich sanft von der Vorstellung lösen, es existiere bei Fußballprofis die bedingungslose und uneingeschränkte Vereinstreue. Prominente Fälle sind die von Bastian Schweinsteiger, der bei seiner Vertragsverhandlung durch seinen Berater eine großzügige Gehaltssteigerung fürs Bleiben aushandelte. Danach erklärte Uli Hoeneß (ich glaube, damals noch in der Funktion des Managers), man müsse sich von der Vorstellung lösen, einen Profi nur durch Nestwärme zur Vertragsverlängerung bewegen zu können, wenn andere (gute dotierte) Optionen vorliegen. Das soll kein pauschaler Vorwurf sein (ich sicher es besser immer so ab ;-) ): für Fußballprofis, die nichts anderes haben, sind die 10 – 12 Jahre Profifußball die Zeit, in der sie einen Großteil ihres Einkommens generieren müssen. Sicher ist auch dieser Umstand für Markus Karl ein Faktor gewesen, der seine Entscheidung mit beeinflusst hat.
Es zeigt aber auch, dass Profis wie Tom Persich zum Beispiel, der den 1.FC Union auch nach zwei Abstiegen in Folge nicht verlassen hat, obwohl er gekonnt hätte, leider der Vergangenheit angehören. Hier spielt auch eine Rolle, ob der Verein den Spieler nach seiner aktiven Laufbahn eventuell in den Mitarbeiterpool übernehmen kann, und ob der Spieler eine Ausbildung hat. Eben der Spieler Persich, der jahrelang für den 1.FC Union spielte, scheidete dort im Streit mit seinem Ex-Verein. Der Ex-Spieler, der bei Fans enormes Ansehen genießt, fragte einen Praktikumsplatz an und wurde vom Verein abgelehnt. Für Spieler, die von dem Erwirtschafteten aus der aktiven Zeiten nicht leben können, sind solche Angebote aber oft ein Rettungsanker. Um was unabhängig von solchen Szenarien zu machen, versuchen viele Profis ihre Gehaltsrahmen in der aktiven Zeit soweit wie möglich auszunutzen.
Markus Karl hat in Kaiserslautern bereits das erste Training absolviert. Sein Ziel ist die 1. Bundesliga.
Groll hege ich, wie auch aus dem Text hervorgeht, nicht. Ich wünsche ihm auf seinem Weg viel Erfolg und vor allem, dass er bei seinem neuen Verein die Wertschätzung erf

Montag, 21. Januar 2013

Leihstimmenkampagnen und vermeintliche Wiederauferstehungen

Als die erste Hochrechnung der Landtagswahl in der Niedersachsen eben rein flatterte, da war man wenig überrascht, als man die Zahlen überflog, allerdings als man dann bei der FDP ankam, da setzte  das Mittagessen zum Sprung aus dem Mund an; gemeinhin als Erbrechen bekannt. Im ersten Moment rechnete ich fest mit einem plumpen Fehler in der Grafik und selbst die Herren des Öffentlich-Rechtlichen schienen für die Dauer einer Sekunde vollkommen aus dem Konzept gebracht zu sein. Und auch der Vertreter der CDU – soweit ich das sehen konnte der Wirtschaftsminister unter David McAllister – musste alle Kraft zusammennehmen.
Es fiel wahrlich allen schwer, dieses Ergebnis, wenn auch nur eine Hochrechnung, für bare Münze zu nehmen. Skurril wirkte es, als eben dieser Wirtschaftsminister versuchte, das Wahlergebnis einzuordnen und dabei vor allem die Integrität der eigenen Wählerklientel lobte, die die „Leihstimmenkampagne“ befolgt hätten. Die CDU bat ihre Wählerschaft in den letzten Wochen, durch das Wählen der klinisch toten Liberalen (die Zweitstimmte!), den Machterhalt von Ministerpräsident McAllister sicherzustellen.
In der ARD sprach man in einer ersten Wählerwanderungsprognose von ca. 103.000 Stimmen, die die FDP von der CDU „erhielt“. Dies wiederum führte bei der CDU zu dramatischen Verlusten von weit über 6 Prozent laut den Hochrechnungen. Die FDP hingegen kommt laut eben dieser Hochrechnungen auf 10 Prozent  - und selbst Herr Schönborn im Wahlstudio der ARD konnte sich den Seitenhieb nicht verkneifen, dass er noch nie eine so „kompetenzfreie FDP“ mit so einem Ergebnis gesehen hätte.  
Es war eine diabolische Stimmung, die im Studio herrschte und Jürgen Trittin, dessen Fan ich nun wahrlich nicht (!) bin, brachte für mich den Spruch des Tages aufs Parkett: „Die FDP hat in Niedersachsen als eigenständige Partei aufgehört zu existieren.“  Leider hat es die Linke nicht in den Landtag geschafft, was sich aber seit Wochen abgezeichnet hatte. In Niedersachsen ist man vor allem an sich selbst und einer sehr Konservativen Wählerschaft gescheitert.
Das einzig Erfreuliche bei dieser Wahl ist, dass es mehr Wähler an die Urnen getrieben hat als noch bei der letzten Landtagswahl vor 5 Jahren, Anfang des Jahres 2008. Trotzdem blieben fast 40 Prozent der Wahlberechtigten zu Hause oder ganz allgemein den Urnen fern. Diese 40 Prozent zu akquirieren, zumindest einen Teil derer, das muss das Ziel der Linken sein. Und doch wirkt es auf mich so, dass viele Menschen tatsächlich glauben (es hat sowieso viel mit „Glauben“ zu tun), die SPD vollziehe die Wende rückwärts und würde das „S“ in ihrem Parteinamen wieder mit Taten ausfüllen. Dass dies mehr Schein als Sein ist, beweisen die Taten der SPD – unter anderem im Bund -, und darauf wird es vor allem im September ankommen. Die Agenda 2010 wird von Teilen der SPD (auch der Parteiprominenz) zwar infrage gestellt – ein vor 4 Jahren undenkbarer Zustand, allerdings ist die Parteirechte, zu der auch Steinbrück zählt, enorm einflussreich. Die SPD stellt die Agenda offiziell nämlich nicht infrage und klopft sich in aller Öffentlichkeit für die eigenen Untaten sogar selbst auf die Schulter. Den Mindestlohn selbst hätte die SPD bereits in der eigenen Regierungszeit von 1998 - 2009 einführen oder zumindest lauthals propagieren / reklamieren können. Jedoch passierte dies nicht – im Gegenteil.
Zusammengenommen bleibt über, dass man sich zwar innig wünscht, dass die wieder SPD sozialdemokratisch wird und wirtschaftliche Zusammenhänge begreift…man erfasst aber zeitnah, dass dies wohl eine Mission Impossible ist, ein Himmelfahrtskommando, und Steinbrück ist der Anführer….der alles mit sich in den Abgrund reißt.

Sonntag, 20. Januar 2013

Einheitsbrei mit Konsequenzen

Seit Peer Steinbrück, der von 2005 bis 2009 im Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel den Posten des Finanzministers inne hatte, zum Kanzlerkandidaten der SPD auserkoren wurde, haben die „Sozialdemokraten“ praktisch den Kniefall vor der Amtsinhaberin vollzogen. Angela Merkel nämlich würde nur in dem Fall in Frage stehen, in der ihr eine echte (politische) Alternative gegenüber steht. Dies ist eine der Grundvoraussetzungen einer Wahl, die davon lebt bzw. überhaupt erst lebendig wird, dass sich mindestens zwei Optionen zur Wahl stellen. Der Wähler selbst muss auch das Gefühl haben, sich überhaupt entscheiden zu können – und wenn ja, zwischen welchen Rezepten genau.

Und eben hier befindet sich das Dilemma: es stellen sich zwei Personen zur Wahl, die heute  politisch praktisch fast denselben Standpunkt vertreten – und auch in der Vergangenheit vertreten haben. Man kann also getrost davon sprechen, dass es sich beim von den Medien hochstilisierten „Machtkampf“ um den Platz im Kanzleramt, um reine Symbolik handelt. Die Evaluation der Situation fällt also ebenso einfach, wie verheerend aus. Der Nimbus des „hervorragenden Ökonomen“ bekam Steinbrück aus der meinungsbestimmenden neoliberalen Presse (damit sind eine Menge Rundfunkanstalten, Medienkonzerne und Printblätter gemeint, die oft miteinander verwoben sind) ans Revers geheftet. Vergessen sind die Publikationen und auch politischen Aktivitäten Steinbrücks, die ihn über Jahre als einen treuen Vollstrecker der Deregulierung und Prediger des Finanzplatzes Deutschlands werden ließen.  
Diesem banalen wie offensichtlichen Fakt hat man sich bei den Sozialdemokraten bis heute nicht gestellt, sondern reagiert auf die Kritik am Protegé lediglich mit Abwehrreflexen. So auch auf die neusten Umfragewerte, die zeigen, wie erdrutschartig Peer Steinbrück bei der Bevölkerung an seinem künstlich geschaffenen Ansehen eingebüßt hat. Nach dem er von einflussreichen Kreisen zum „Profi“ für den Finanzsektor ausgerufen wurde, hat er sich zum größten Teil durch streitbare Thesen selbst demontiert.  Ich allerdings behaupte, dass es für die SPD eventuell ein reinigendes Gewitter bedeuten könnte, wenn man auch 2013 bei der Bundestagswahl keine 25 % der Wählerstimmen auf sich vereinen kann.
Weiterhin verheerend ist, dass sich die SPD – und das wird wohl auch nach dem Wahlabend so bleiben – auf Dauer von ihrem sozialen Profil verabschiedet hat und zur Partei des Kapitals geworden ist. Dies zeigt sich auf bei der EEG-Umlage (Erneuerbare Energien-Gesetz), von der energieintensive Unternehmen befreit wurden; zulasten der Privathaushalte. Damit brüstete sich Sigmar Gabriel im Bundestag ganz unverhohlen. Auch dies ist Ausdruck und Nachweis der Ausrichtung der SPD im Besonderen seit der Wahl von Gerhard Schröder zum Bundeskanzler. Und genau diese Marschroute verfolgt Steinbrück bis heute.
Mit diesen Vorzeichen eine Wechselstimmung zu befeuern wird sich als uroptisch herausstellen. So wundert es nicht, dass sich die Kanzlerin mit großer Wahrscheinlichkeit der Mehrheit der Wähler, die noch den Weg an die Urne antreten, am Wahlabend wohl sicher sein kann. Gut ist das beileibe nicht, aber mit einer SPD, die sich als politische Alternative verweigert und lieber den Steigbügelhalter für Frau Merkel spielen möchte, wohl das Schicksal.

Dienstag, 1. Januar 2013

Joachim Gauck – der opportunistische Sprechblasenautomat im Schloss Bellevue

Der Titel ist – das gebe ich zu – bewusst provokant gewählt und soll eine Art Denkanstoß sein, um über das Wirken des aktuellen Bundespräsidenten Joachim Gauck gerade im Bezug auf seine fast schon Kooperation mit der Bundeswehr, zu sprechen.
Die Auftritte von Herrn Gauck in der Öffentlichkeit (z. B. Interviews), bei denen er über die militärischen Interventionen der Bundesrepublik Deutschlands sinniert, empfinde ich bereits seit einiger Zeit als vollkommen unangebracht und geschmacklos. Herr Gauck wirkt auf mich wie ein Verbindungsoldat (so einen habe ich in meiner Oberschulzeit einmal kennengelernt, ironischer weise ging dieser Soldat auf eine christlichen Schule auf „Frischlingsafari“), der es sich anscheinend auf dem Gebiet der Verteidigung zur Aufgabe gemacht hat, sämtliche Kritik an Auslandseinsätzen der Bundeswehr im Keim zu ersticken, und im gleichen Atemzug die Öffentlichkeit bereits an neue Kriegseinsätze zu gewöhnen. Es soll der Eindruck entstehen, dass militärisches Eingreifen ein durchaus legitimes Mittel der Politik sei. Kritiker, die sich mit der simplen Formel „Kriegseinsätze bringen Frieden“ zufrieden geben, sondern diese perfide Logik hinterfragen, werden als Schwarzmaler an den Pranger gestellt. Dies tat Gauck in seiner Rede beim seiner Visite in Afghanistan vom 17. Bis 19. Dezember 2012. In seiner Ansprache sagte er: „Ich wünsche mir in der Diskussion in Deutschland über die Lage hier in Afghanistan weder Schwarzmalerei noch Schönfärberei.“   Mit dieser Formulierung kann sich auf den ersten Blick wohl jeder anfreunden, auf den zweiten Blick allerdings soll es auf eine Diskreditierung der kritischen Bevölkerung hinausführen, die man bei klarem Kopf  und ohne den einheitlich unkritischen Blick auf Herrn Gauck entschieden in Frage stellen müsste.

Desweiteren äußerte sich Gauck fragwürdig, aber in der Öffentlichkeit durchaus populär, zum Anlass des Krieges am Hindukusch: „Denn nicht der Übermut der Verbündeten hat uns hierher gebracht, sondern die Verantwortung für Sicherheit und Frieden.“ Dieses Zitat zeigt, wie sehr der Bundespräsident von der Kriegsideologie durchdrungen ist, wie sehr er der Annahme aufsitzt, dass man zu aller erst durch den Einsatz von Waffen und Heer Frieden herstellen könne. Auch Herr Gauck versteht nicht, dass man eine Stammesgesellschaft nicht durch militärischen Druck eine Demokratie nach westlichem Vorbild aufoktroyieren kann. Desweiteren war dies nie das Primärziel der Operation in Afghanistan. Grundlage der Militärintervention ist die UN-Resolution 1373 vom 28. September 2001, in der es nicht vorrangig um Frieden geht, sondern die als Antwort auf die Geschehnisse vom 11. September 2001 erdacht wurde. Um Frieden oder allg. Sicherheit geht es in diesem Papier nicht, sondern im Fokus stand die „(…) Aufforderung an die Staaten, dringend zusammenzuarbeiten, um terroristische Handlungen namentlich durch verstärkte Zusammenarbeit und durch die volle Durchführung der einschlägigen internationalen Übereinkünfte betreffend den Terrorismus zu verhüten und zu bekämpfen (…),“. Dies ist nur ein Auszug aus der Resolution des Jahres 2001, der sich aus mehreren Punkten zusammensetzt, in denen es auffallend rar um vernachlässigte Mädchen und zwangsverheiratete Frauen bestellt ist.

Was Herr Gauck ebenfalls verschweigt ist, dass die Hauptfinanzierungsquellen für Al-Quaida (selbst die US-Publikationen der US-Administration weisen darauf hin) in Saudi Arabien zu suchen sind – nicht in Afghanistan. Der Ex-Bundespräsident Köhler hatte im Sommer 2010 zumindest den Mumm, zuzugeben, was die eigentlichen Motive für die Intervention u. a. in Afghanistan waren und sind: Es geht um den Kampf um Ressourcen und Nachschubwege (also freie Handelswege) für Europa und Deutschland. Dies ist übrigens auch die offizielle Doktrin der NATO. Von all dem ist von Joachim Gauck nichts zu hören. Nein, viel mehr schwört er die Menschen auf den Kurs der Bundesregierung und der EU ein, will für solche Einsätze sogar werben. In diesem Zusammenhang hat Gauck – fast schon opportunistisch gegenüber der Doktrin der Kanzlerin – geäußert (so ungefähr habe ich das Zitat in Erinnerung), dass er sich gewünscht hätte, dass deutsche Soldaten bereits früher mit so edlen Zielen wie heute ausgezogen wären. Alleine das halte ich für geschmacklos und – verzeiht mir die Wortwahl – skurril. Auch seine Einschätzung, dass die heutige Bundeswehr aus „Bürgerinnen und Bürgern, die zu kritischem Geiste gebildet sind (…)“bestünde, ist an Naivität und manipulativer Energie nicht zu überbieten. Soldaten sind in erster Linie Befehlsempfänger und sollen sich eben nicht autonom vorher ein eigenes Meinungsbild zur Situation machen.
Gaucks Motto könnte ebenso wie Ulbricht‘s heißen: Frieden muss bewaffnet sein!
Jedoch passt die Argumentation des „Allgemeinsätzchenproduzenten“ Gauck perfekt in das Bild, welches er in der Öffentlichkeit prägt und was von der unkritischen Presse brav weiter gepflegt und gedüngt wird. Das gilt für die Diskussion der Bundeswehreinsätze, wie auch für seine herabsetzende Kritik an der Occupy Wall Street Bewegung, deren Proteste er als „albern“ bezeichnete und die Zeile dieses Bündnisses als „romantische Vorstellung“, da er selber sich nicht vorstellen kann, dass man sich von der Bindung der Märkte lösen könne (sinngemäß).
Das Fazit fällt – für mich persönlich – vernichtend aus: junge Menschen engagieren sich in Netzwerken, entdecken die Politik für sich, sind aktiv…und werden von diesem Bundespräsidenten, der vorgibt genau dafür einzutreten, ins Lächerliche gezogen. Ich selbst zähle (Jahrgang 1988) zu den jüngeren Menschen in dieser Republik und ich persönlich war entsetzt über die Elaborate Gaucks, da ich mir einen kritischen Bundespräsidenten gewünscht habe, einen, der den vor allem jungen Menschen der Republik, die das Finanzsystem in Frage stellen, den Rücken stärkt. Einen Persönlichkeit, die den Krieg nicht legitimiert, sondern die Vorkommnisse kritisch und wach begleitet.